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Disclaimer, Author's comments in Part 1

The Sentinel / X-Files
Colleen Part 2

written by Chance and Svenja


Jim schoss von seinem Stuhl und lief schnell in die Toilette. Er hatte mit Blair vereinbart, dass sie sich dort treffen würden, wenn etwas zu besprechen wäre. Eine Minute später war Blair auch da.

„Was denken Sie sich denn dabei?", fragte Jim ohne Vorwarnung.

„Was denn Jim?"

„Sie zu küssen! Und jetzt duzen Sie sich schon mit ihr!"

„Ich mag sie, Jim."

„Mögen? Das ist noch nicht mal ein Mensch!"

„Da irren Sie sich Jim. Sie ist eine ganz normale Frau, und ich mag sie! Wer weiß, sie könnte sogar meine Traumfrau sein! Vielleicht ist sie einmalig!"

„Sie ist eine von denen, die bestimmt nicht einmalig sind! Es gibt bestimmt noch Hunderte, die genauso sind wie sie! Und Sie sind nicht hier, um sich eine neue Freundin zu suchen!"

„Keine Hundert..." Mulder betrat ebenfalls den Raum. „Höchstens zehn..."

„Sie nicht auch noch!", Blair ging verzweifelt zum Waschbecken und stützte sich auf dieses.

„Blair, was Sie da eben gemacht haben war falsch. Wahrscheinlich macht Colleen sich schon Hoffnungen", versuchte auch Mulder, ihm ins Gewissen zu reden.

„Was wissen Sie schon?"

„Er weiß bestimmt mehr als wir beide!", schaltete sich Jim wieder ein.

„Sie haben ja keine Ahnung, was passieren kann, wenn Sie sie küssen... es könnte... Ihnen... die Kehle wegätzen, wenn Sie mit zuviel von ihrem Speichel in Berührung kommen!"

Blair schaute Mulder mit offenem Mund an; nach einigen Sekunden machte er auf seinen Absätzen kehrt und ging wieder in Richtung seines Tisches.

„Stimmt das?", fragte Jim ungläubig, nachdem Blair den Raum verlassen hatte, „das mit dem wegätzen?"

„Nein; eigentlich nicht... jedenfalls haben wir es noch nicht erlebt! Aber es könnte doch theoretisch passieren oder?! Wenn es ihn davon abhält, sich ihr weiter zu nähern, dann ist es eine gute Methode." Mulder verließ ebenfalls den Raum und Jim blieb alleine zurück.

 

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Blair war wütend! Was wussten die denn schon? Schnell ging er zu dem Tisch zurück, an dem Colleen noch auf ihn wartete. Scully beachtete er gar nicht, die schon fast aufgesprungen war, als sie sah wie schnell Blair auf den Tisch zuging.

„Colleen, wir sollten hier verschwinden"

„Was ist denn los Blair?"

„Nichts, ich denke nur, wir sollten uns einen Ort suchen, an dem ich keine „alten Bekannten" treffe."

„Ach, hast du das gerade? Auf der Toilette?", fragte Colleen lachend.

Jetzt musste auch Blair wieder grinsen.

„Du hast ja keine Ahnung", sagte er verschmitzt und reichte Colleen die Hand. Sie zahlten schnell und verließen das Restaurant.

 

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-Gefolgt von Scully, die sich bemühte, auf den Versen der beiden zu bleiben. Was war nur mit dem Jungen los? Hatte er den Verstand verloren? Und wo blieben Mulder und Detective Ellison? Hatten sie sich etwa in der Toilette eingeschlossen? Sie war sehr wütend und war nahe daran, nach Blair zu rufen und beide festzunehmen!

Gerade als Scully an den Toilettentüren vorbeilief, wurde die der Herren geöffnet und Jim kam heraus.

„Kommen Sie mit!", befahl Scully.

„Wo ist Mulder?" fragte Jim. „Ich dachte, er wollte zu Ihnen!"

„Und ich dachte, er wäre mit Ihnen aufs Klo!" Scully schaute ihn ungläubig an. < Soviel zu dem Vorurteil, dass nur Frauen immer zu dritt auf die Toilette gehen würden! > dachte sie und öffnete die Tür, die aus dem Restaurant ins Freie führte.

Doch als sie draußen ankam, war niemand mehr zu sehen.

„Wo sind Blair und Colleen?" Jim stand schwer atmend neben Scully und blickte die Straße hinab.

„Ich weiß es nicht... Aber wo ist Mulder?"

Mulder rannte hinter Blair und Colleen her. Er durfte die beiden nicht aus den Augen verlieren! Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Alien-Hunter die beiden in die Finger bekam! Er bog um die nächste Ecke und sah gerade noch, wie Colleen in einen Wagen gezerrt wurde....Blair lag am Boden und war gerade dabei, sich wieder aufzurappeln....

 

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„Ich höre die beiden...und Agent Mulder", sagte Jim. Scully sah ihn erstaunt an, doch dann erinnerte sie sich an Jims Sentinel- Fähigkeiten. Er konnte den Herzschlag der drei aus Tausenden heraus hören.

„Gut, dann los!", sagte sie und rannte hinter Jim her, der ihr den Weg zeigte.

 

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Unterdessen war Mulder bei Blair angekommen, der schwankend auf die Beine gekommen war. Der graue Wagen mit Colleen war schon lange nicht mehr in Sichtweite.

„Was ist passiert Sandburg?"

„Colleen... sie... Colleen wurde von einem schwarz- gekleideten Mann in den Wagen gezerrt... er hatte... schwarze Haare und... ich glaube... eine Handprothese..."

„Krycek!", fluchte Mulder laut.

„Hä?!..." Blair stand immer noch schwer atmend da und machte sich insgeheim riesige Vorwürfe, dass er mit Colleen losgerannt war. Es war alles seine Schuld...

„Sagen wir; er ist ein alter Bekannter! Ich erkläre es Ihnen später - da kommt Scully." Mulder ging in die Richtung von Jim und Scully, die nun auf sie zugestürmt kamen.

„Wir haben sie verloren..."

„Der Alien-Hunter?", fragte Scully und wurde ein wenig blass. Sie wusste, was das jetzt für Colleen bedeuten würde...

„Nein; Krycek hat sie!"

 

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„Ich habe echt genug von alten Bekannten Jim", schimpfte Blair nachdem er mit ihm alleine im Auto saß.

„Chief, das Ganze war ja nicht Mulders Schuld. Und laut Scullys Worten ist Colleen ja noch nicht tot. Wenn der Alien-Hunter sie hätte, wäre das etwas anderes."

„Ich bin aber auch so blöd! Ich wollte nur weg von dem blöden Café. Ich hätte nie gedacht, dass die uns gleich erwischen würden, geschweige, dass die hinter ihr schon her sind."

„Tja Chief, jetzt ist es leider zu spät."

„Mulder, was denken Sie, was Krycek mit ihr vor hat?"

„Er wird sie wohl gegen etwas eintauschen."

„Wie kommen Sie denn darauf?"

„Nun ja, wofür sollte Krycek einen Klon entführen? Das hört sich für mich nach einer Abmachung an. Ich denke, er wird sie an den Bounty Hunter ausliefern und wird dafür andere Dienstleistungen erhalten."

„Und an was denken Sie da genau?"

„Ich weiß es nicht Scully, aber ich denke, wir werden es noch herausfinden."

Jim und Blair kamen gerade an ihrer Wohnung an, als Jim plötzlich in eine Seitengasse einbog.

„Was ist denn los Jim?", fragte Blair verwundert

„Da ist jemand in unserer Wohnung! Ich habe Licht gesehen und Schritte gehört."

„Oh Gott Jim, das sind bestimmt die Kerle, die Colleen haben!"

„Sie bleiben hier im Wagen Chief, ich werde in die Wohnung gehen", sagte Jim und stieg aus dem Wagen aus.

„Na toll!", schimpfte Blair. „Sie bleiben im Wagen! Wie immer!" Er kramte sein Handy aus der Tasche und bereitete sich darauf vor, schnellstens Verstärkung zu rufen, wenn ihm etwas Ungewöhnliches auffiel.

 

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Jim wollte gerade den Hausflur betreten, als er Schritte hinter sich vernahm. Schnell zog er seine Waffe und drehte sich um.

Mulder sah erschrocken in den Lauf der Pistole

„Hey, Detective, ganz ruhig"

„Was machen Sie denn hier?", fragte er leise, während er die Waffe herunternahm.

„Ich wollte nur noch mal bei Ihnen vorbeisehen, ob alles in Ordnung ist."

„Wir hatten doch verabredet, dass wir uns morgen früh wieder in Ihrem Hotel treffen", gab Jim kalt zurück „Ich und mein Partner, wir kommen sehr gut alleine zurecht." Er hasste unangemeldete Besuche.

„Kann ich kurz mit in Ihr Appartment kommen, ich muss mit Ihnen reden, es ist wichtig"

Mulder blieb beharrlich.

„Agent Mulder, ich denke es ist spät genug und ich muss jetzt wirklich rauf in meine Wohnung, dort wird gerade eingebrochen."

„Ach ja?" fragte Mulder und schlug Jim direkt ins Gesicht. Dieser ging sofort zu Boden und blieb benommen liegen. Damit hatte er nicht gerechnet. Was war nur mit dem FBI Agenten los? Seine Sinne spielten verrückt und er bemühte sich, den Schmerz in Grenzen zu halten. Doch bevor ihm das gelang, fühlte er, wie er hochgehoben und gegen die Wand geschleudert wurde. Der Aufprall presste ihm die Luft aus den Lungen. Sofort war der Angreifer wieder über ihm und sah ihm in die Augen.

„Wo ist Ihr Partner?", fragte Mulder.

Jim gab keine Antwort und versuchte erst einmal, wieder Luft zu bekommen.

Was dann passierte, raubte ihm aber erneut den Atem. Mulder verwandelte sich.

„Sie!", war alles was er sagen konnte, bevor ihn der Bounty Hunter bewusstlos schlug.

 

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Krycek kam die Treppe herunter gelaufen und sah nur noch, wie der Bounty Hunter ein letztes mal auf den Detective einschlug.

„Musste das sein?", fragte er kalt.

„Er hat uns überrascht." War alles was der Bounty Hunter antwortete.

„Wir müssen eben besser aufpassen. „Es" ist nicht in der Wohnung. Das Mädchen muss es seinem Partner gegeben haben."

„Soweit war ich auch schon." Der Bounty Hunter hob Ellison vom Boden auf und trug ihn nach draußen.

Krycek schüttelte nur den Kopf und fragte sich, was dieser Kerl nun schon wieder vor hatte.

 

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Blair sah, wie zwei Männer seinen Partner aus dem Haus trugen und in ihr Auto luden.

„Oh Gott! Oh Gott! Das passiert nicht! Ich träume!"

Sofort wählte er die Nummer von Agent Mulder.

„Mulder"

„Agent Mulder, hier ist Blair Sandburg. Ich stehe vor unserer Wohnung. Der Bounty Hunter und dieser Kerl mit der Armprothese! Sie haben Jim! Sie bringen ihn gerade weg! Ich werde hinter ihnen herfahren!"

Blair legte sofort wieder auf und kletterte auf den Fahrersitz.

„Verdammt", sagte Mulder und drehte mit dem Wagen um.

Scully sah ihn erstaunt an.

„Wer war das Mulder, und was machen Sie da?"

„Das war Sandburg. Krycek und der Bounty Hunter haben Ellison! Er will ihnen folgen."

„WAS? Weiß er überhaupt was er da tut? Haben sie seine Nummer? Wir müssen ihn sofort davon abhalten!"

„Ich habe nur die Nummer von Ellison. Verdammt Scully, wir müssen ihn irgendwo abfangen."

 

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Blair fuhr wie ein Verrückter hinter dem Wagen der beiden Kidnapper her. Doch dann rief er sich ins Gedächtnis, was Jim ihm immer eingebleut hatte: „Nicht zu dicht ranfahren, Abstand halten....man soll nicht sofort bemerkt werden."

Also drosselte er seine Geschwindigkeit und hielt etwas Abstand. An der nächsten Ampel stellte sich dies allerdings als großer Fehler heraus. Der Wagen mit Jim fuhr gerade noch bei gelb über die Ampel und Blair musste notgedrungen anhalten, da er sonst in eine Kreuzung hinein gerast wäre und sicher einen großen Verkehrsunfall verursacht hätte.

„Verdammt!", schimpfte er.

 

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„Mulder da!"

„Was?"

„Da ist Ellisons Wagen! Da vorne, an der Kreuzung!", schrie Scully.

Sofort steuerte Mulder darauf zu. Einige Autos hinter Sandburg blieben sie stehen. Dieser stand immer noch an der roten Ampel. Scully stieg aus dem Wagen und rannte nach vorne zu Ellisons Auto. Sie klopfte an die Scheibe.

Blair blickte erschrocken zur Beifahrerseite und sah Scully. Sofort machte er ihr die Tür auf.

„Steigen Sie ein!", sagte er aufgeregt.

Scully tat was er sagte, und nicht eine Sekunde, nachdem sie sicher im Wagen war, fuhr der junge Mann auch schon los.

„Halten Sie an Blair", sagte sie bestimmend.

„Die sind mir entwischt! Sie sind in diese Richtung weiter. Verdammt, diese blöde Ampel!"

„Blair! Halten Sie jetzt sofort an! Mulder wartet dort hinten auf uns, wir werden Jim finden, aber nicht, wenn Sie hier wie ein Verrückter durch den Verkehr rasen!"

Blair sah Scully erschrocken an.

„Ich?"

„Blair! Das hat keinen Sinn, jetzt halten Sie da vorne an."

 

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Mulder sah erleichtert, wie Sandburg rechts blinkte und schließlich anhielt. Er fuhr hinter ihn und wartete, bis Scully mit dem Jungen gesprochen hatte. Nach einigen Minuten stieg sie aus und ging wieder zu Mulder.

„Er wird uns folgen, dann werden wir alles weitere besprechen."

„In Ordnung, steigen Sie ein, ich fahre zum Polizeirevier."

Die nächsten Minuten verbrachten die beiden Agenten schweigend im Auto. Jeder dachte wohl darüber nach, was jetzt die beste Vorgehensweise wäre...

Scully sah in den Rückspiegel.

„Mulder!"

„Was?", fragte dieser genervt.

„Er ist weg."

„WAS?", sofort sah auch er in den Rückspiegel.

„Ich werde ihn umbringen!!!", rief er dann und wendete.

„Wie konnte ich ihn auch nur alleine fahren lassen!"

„Genau!", sagte Mulder verärgert.

„Jetzt kommen Sie mir nicht auf die Tour Mulder!", sagte nun auch Scully verärgert, „Das ganze erinnert mich stark an Sie! Ich will Ihnen besser nicht aufzählen, wie oft Sie schon alleine abgehauen sind! Und wir wissen auch, was dabei rauskam!"

„Genau davor habe ich Angst Scully. Sandburg weiß gar nicht, worauf er sich da einlässt."

Mit qietschenden Reifen fuhr Mulder rückwärts und wendete so scharf, dass er fast ein vorbeikommendes Auto gestreift hätte, dessen Fahrer wütend anfing zu hupen.

„Wo ist er hin?"

„Keine Ahnung!", sagte Mulder und bog nach rechts ab.

„Sind Sie sich sicher, dass er hierher gefahren ist?"

„Ich sagte doch, ich habe keine Ahnung! Aber Ihnen ist rechts doch normalerweise lieber!" Mulder brauste geradeaus. Es war eine kleine Nebenstrasse, die am Ende wieder auf der Hauptstrasse endete.

Es war dunkel und diese Strasse hatte keine Straßenlaternen an den Seiten. Doch waren das die roten Hinterlichter eines Autos vor ihnen?

„Mulder..." Doch er hatte schon verstanden und drückte das Gaspedal noch tiefer.

 

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Ellison kam langsam wieder zu sich. Was war nur passiert? Alles tat ihm weh und er dachte fieberhaft darüber nach, was dies verursachen könnte...war er krank? Hatte er einen Autounfall? In einem Auto lag er, ja...doch es fuhr...

Nachdem er wieder einigermaßen klar sehen konnte, erkannte er die beiden Männer und ihm kam schlagartig wieder ins Gedächtnis was passiert war! Er war dem außerirdischen Kopfgeldjäger begegnet! Langsam richtete er sich auf und wollte nach seiner Waffe greifen, doch da bemerkte er, dass sie nicht da war.

„Verdammt", dachte er. Das durfte doch nicht wahr sein! Der Mann mit der Armprothese drehte sich um und hielt ihm seine eigene Waffe vors Gesicht.

„Schön, dass Sie wieder bei uns sind, Detective."

„Wo fahren wir hin?" Jim versuchte, ruhig zu bleiben und rührte keinen seiner schmerzenden Muskeln.

„Wir haben Ihnen ein schönes Zimmer in unserem Lieblingshotel reserviert", antwortete der Kerl grinsend. Der Bounty Hunter verzog keine Miene. Jim dachte darüber nach, was jetzt wohl die beste Vorgehensweise wäre.

„Hören Sie, ich weiß nicht, was Sie von mir wollen und ich kann Ihnen nicht weiterhelfen bei dem, was Sie vorhaben."

„Doch das können Sie", sagte jetzt auch der Bounty Hunter und gab Gas.

 

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„Wo sind Sie nur?" Blair sprach mit sich selbst. Er suchte fieberhaft nach dem Wagen der beiden Kidnapper. Sie mussten hier irgendwo sein. Er war inzwischen schon fast das halbe Hafenviertel abgefahren. Plötzlich bemerkte er einen Wagen hinter sich.

„Oh nein!"

Er erkannte das Auto sofort. Mulder und Scully. Das war ja klar! Sie würden ihn nie weitersuchen lassen!

Mulder kam wie ein Verrückter auf ihn zu gerast und Blair hatte schon Angst, dass er ihn rammen würde, doch im letzten Moment wich der Agent aus und setzte seinen Wagen vor Ellisons. Blair war gezwungen, stehen zu bleiben.

Mulder sprang förmlich aus seinem Wagen und riss die Fahrertür an Ellisons Auto auf.

„Was denken Sie sich eigentlich dabei?", rief er wütend.

Blair sah ihn nur trotzig an.

„Steigen Sie aus Blair."

„Mulder...", begann er.

„Nein! Sie steigen jetzt aus dem Wagen aus! Ich werde Sie nicht weiterfahren lassen. Wir werden Ihren Partner finden, aber nicht auf diese Art und Weise. Sie gefährden nur sich selbst."

„Ich kann ihn finden!", erwiderte Blair.

„Steigen Sie jetzt aus oder ich hole Sie aus dem Wagen!"

Scully sah sich die ganze Szene nur mit offenem Mund an. Die beiden waren sich so ähnlich! Einer so stur und trotzig wie der andere. Nicht zu fassen! Da hatten sich die zwei Richtigen in die Haare gekriegt. (Wobei Blair mehr Haare hatte als Mulder. * ggg * )

Langsam ging sie zu Mulder hinüber.

„Mulder...was haben Sie jetzt vor? Wollen Sie ihn etwa verhaften?"

„Keine schlechte Idee Scully."

„Oh nein! Nein! Kommt gar nicht in Frage! Ich habe nichts falsches getan!" Blair geriet in Panik.

„Wie wäre es damit: Sie haben gegen sämtliche Regeln der Straßenverkehrsordnung verstoßen, haben sich der Überführung Ihres Wagens zum nächsten Polizeirevier entgegengesetzt und außerdem eine Art Fahrerflucht begangen."

„Das meinen Sie doch nicht ernst, oder?" Blair begann an der Glaubhaftigkeit dieses Mannes zu zweifeln. Wollte er etwa Jim sterben lassen? Warum ließ er ihn nicht einfach weitersuchen?

„Glauben Sie mir, es ist das Beste für Sie." Er zerrte den jungen Mann aus dem Auto und legte ihm Handschellen an. Danach setzte er ihn auf den Rücksitz seines eigenen Mietwagens. Scully sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an, nachdem Mulder zu ihr hinüber gelaufen war.

„Eine „Art" Fahrerflucht, Mulder? Was soll das denn sein?"

Mulder flüsterte „Fahren Sie uns bitte mit Ellisons Wagen hinterher. Wir werden weitersuchen, aber ich denke, das war die einzige Möglichkeit, ihn unter Kontrolle zu bekommen."

Scully grinste und drehte sich um, damit es Blair nicht sehen konnte.

„Das müsste man bei Ihnen auch manchmal meinen", murmelte sie.

 

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Ellison saß nun schweigend auf dem Rücksitz, wohl wissend, wo die Fahrt hingehen würde. Zu den alten Hafendocks. Dort, wo er vor Jahren auch Blair gefunden hatte, als ihn Lash entführt hatte. Blair! Er saß im Wagen vor dem Haus, er hätte ihn sehen müssen! Er konzentrierte sich und horchte, ob er den Herzschlag oder die Stimme seines Partners irgendwo hören konnte. Es war schwierig, doch er blieb eisern und nach einigen Sekunden hörte er ihn: „Und jetzt Mulder? Bringen Sie mich etwa zu Banks?" Blairs Herzschlag war schnell und aufgeregt, doch sie konnten nicht sehr weit entfernt sein...

Plötzlich zuckte er zusammen. Der Kerl mit der Armprothese hatte sich wieder umgedreht und ihn angesprochen. Durch sein „aufgedrehtes" Gehör, erschien ihm die Stimme des Kidnappers unwahrscheinlich laut.

„Hey! Schlafen Sie oder was?", sagte dieser nun noch lauter.

Jim bemühte sich, seine Sinne wieder unter Kontrolle zu bekommen.

„Hey, Cop! Wir sind da! Steig aus!"

Jim wurde aus dem Wagen gezerrt; unfähig, sich zu wehren. Er hatte immer noch große Schmerzen und bestimmt ein Dutzend blaue Flecke.

Der Bounty Hunter schob ihn in eine Lagerhalle hinein, nachdem er draußen durch eine Karte das Tor entriegelt hatte. Sofort wurde das Tor wieder geschlossen.

„Mein Gott, was ist das?", fragte Jim staunend, als er den Innenraum begutachtete, der einem Labor ähnlich kam.

„Das geht dich nichts an Cop. Los, hier entlang."

Er wurde durch die riesige Lagerhalle gezerrt und konnte nur noch kurz einen Blick auf mehrere Tanks mit einer grünlichen Flüssigkeit erhaschen. Darin lagen Menschen! Sie hatten keine Atemmasken auf...sie atmeten die grüne Flüssigkeit ein!

„Nicht zu glauben!", dachte Jim. Wo war er da nur hineingeraten?

Der Alien-Hunter schob ihn in einen dunklen Raum und sofort wurde die Tür hinter ihm verriegelt. Der Raum hatte keine Fenster und nur durch einen schmalen Schlitz am unteren Ende der Tür drang etwas Licht ins Innere. Doch es war genug für Jim, um den Raum ganz zu sehen. In dem Raum befand sich noch eine weitere Person! Er erschrak. Langsam drehte er sich um und horchte. Die Person zitterte am ganzen Körper und der Herzschlag war so schnell, dass sie regelrechte Panik haben musste. Er benutzte seine Sentinel-Fähigkeiten, um in dem dunklen Raum richtig sehen zu können und erkannte sofort, wer da vor ihm kauerte. Es war Colleen!

 

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„Mulder! Ich finde das nicht mehr lustig! Werden Sie mich jetzt wirklich ins Polizeiquartier bringen?", fragte Blair wütend.

„Sie sollten sich jetzt erst mal beruhigen Blair."

„Sie verletzen meine Menschenrechte! Nehmen Sie mir sofort die Handschellen ab!"

„Blair, ich hätte genügend Gründe, um Sie für mindestens 48 Stunden ins Gefängnis zu bringen. Der einzige Grund, warum Sie noch hier in diesem Wagen sitzen ist der, dass ich weiß, wie Sie sich fühlen. Wir werden Ihren Partner finden. Nur nicht auf Ihre Art, okay?"

„Sie verstehen nicht, worum es hier geht Mann! Was ist, wenn die Jim irgendwelche Drogen verabreichen? Er reagiert nicht normal auf Beruhigungsmittel oder Schlimmeres. Die wissen doch gar nicht, was sie ihm damit antun können! Jim kann schon von einem Löffel Hustensaft echte Schwierigkeiten bekommen!"

„Blair, verhalten Sie sich still, wir können sowieso nicht mehr tun, als ihn suchen", Mulder blickte genervt in den Rückspiegel. Warum hatte er nicht Scully mit diesem überdrehten Jungen hier fahren lassen?

 

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„Colleen?" Jim ging langsam auf das verängstigte Mädchen zu. Diese wich erschrocken zurück.

„Colleen, hören Sie mir zu, ich bin Detective James Ellison. Ich bin Blairs Partner. Er hat Ihnen sicher von mir erzählt."

„Woher weiß ich, dass das wahr ist?", war alles, was als Antwort zurück kam.

„Nun, ich kann Ihnen nur mein Wort geben. Und ich kann Ihnen versichern, dass wir beide im gleichen Schlamassel sitzen. Wir müssen hier irgendwie raus."

„Ich habe schon alles versucht. Außerdem kann man hier drinnen nichts sehen. Ich habe mir schon die Hände aufgeschnitten. An einem dieser Regale da hinten."

„Ich werde mich da mal umsehen....", sagte Jim und ging auf die Regale zu. Er konnte alles bestens sehen. Dort standen einige Kanister mit Flüssigkeiten und Gläser. Außerdem standen dort ein paar alte Kartons. Er begann, darin nach etwas Brauchbarem zu suchen. Nach einigen Minuten fühlte er, wonach er gesucht hatte. Einen alten Nagel.

„Das dürfte gehen", sagte er und ging hinüber zur Tür und versuchte, das Schloss zu knacken.

„Was haben Sie da Detective?"

Colleen kam neugierig herüber. Wahrscheinlich war sie doch froh über seine Anwesenheit und hatte neuen Mut geschöpft.

„Einen Nagel. Vielleicht gelingt es mir, die Tür damit zu öffnen."

„Und wenn diese Kerle noch da draußen sind?"

„Nein, sie sind nicht hier. Sie sind wieder weggefahren. Das habe ich gehört....", sagte Jim nebenbei.

„Gehört", dachte Colleen. Dann hätte ich das doch auch hören müssen...

 

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Mulder parkte an einem alten Hafendock. Hier gab es mehrere alte Lagerhallen und gerade hatte er einen Wagen wegfahren sehen. Scully parkte gerade das Auto neben seinem.

Die beiden Agenten stiegen aus.

„Warum halten Sie hier Mulder?"

„Ich habe gerade einen Wagen von hier wegfahren sehen Scully."

„Denken Sie, es war Krycek? Warum verfolgen wir ihn nicht?"

„Weil Sandburg da hinten im Wagen steif und fest behauptet, dass Ellison hier irgendwo sein muss."

„Aber....", begann Scully.

„Ich erkläre es Ihnen Scully," unterbrach Mulder, „ein Guide fühlt sich mit seinem Sentinel verbunden. In Notfällen kann es passieren, dass die beiden sich unter den unmöglichsten Umständen wiederfinden."

„Mulder! Das ist doch unmöglich. Sie glauben das doch nicht etwa?"

„Nun, ich habe in letzter Zeit wirklich viel über die alten Stämme in Peru gelesen und auch über Shamane. Es ist durchaus möglich, dass Blair und Ellison diese Fähigkeit haben. Es heißt sogar, dass ein Sentinel und ein Guide füreinander bestimmt sind. Wenn sie sich gefunden haben, besteht eine Art Verbindung zwischen ihnen die auf keinen Fall wieder getrennt werden kann. Sie können sich sogar in eine Art Traumwelt zurückziehen und miteinander kommunizieren."

„Mulder! Denken Sie doch mal darüber nach, was Sie da gerade gesagt haben! Jeder Psychiater würde spätestens jetzt den Sicherheitsdienst rufen und Sie in die nächste Klinik einweisen!"

Mulder lachte unwillkürlich. Das war Scully wie er sie kannte. Nach all dem, was sie schon gesehen und erlebt hatten, konnte sie immer noch nicht glauben.

„Nun Scully, wir können das ja einfach mal ausprobieren. Lassen wir unseren Guide nach seinem Sentinel suchen."

Mulder ging zu seinem Wagen und öffnete die Tür.

„Blair, steigen Sie aus, wir werden Ihren Partner suchen."

„Na endlich! Nehmen Sie mir die Dinger ab!", sagte er aufgebracht. Er fühlte, dass Jim hier war! In einer dieser Lagerhallen! Sie mussten sich beeilen, sicher blieben die Kidnapper nicht lange weg.

„Drehen Sie sich um. Und ich sage Ihnen Blair, diesmal werden Sie nicht auf eigene Faust etwas unternehmen! Sie bleiben bei uns!"

„Ja Mann! Machen Sie schon", erleichtert spürte er, wie die Handschellen aufgeschlossen wurden und er endlich die Arme nach vorne nehmen konnte. Sofort lief er auf eine der Lagerhallen zu.

 

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„Jim?", rief er.

-Keine Antwort-

 

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Ellison schreckte hoch.

Blair! Blair war in der Nähe. Er horchte. Mulder und Scully waren bei ihm.

„Sandburg! Wir sind hier!", rief er.

„Blair! Hier drin!", schrie nun auch Colleen.

Jim begann, gegen die Wände des Raumes zu klopfen. Eine Wand war aus Metall. Diese musste die Außenseite der Lagerhalle sein. So musste Blair ihn hören.

 

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„Hören Sie das?", fragte Mulder.

„Ja, es kommt von der Halle dort drüben!", sofort rannte Blair los. Am Eingang der Halle befand sich ein elektronisches Schloss, welches man nur mit einer Codekarte öffnen konnte.

„Verdammt! ---- Jim! Wir sind hier, wir wissen, in welcher Halle Sie sind, Sie können aufhören zu klopfen!", rief er seinem Partner zu.

 

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„Sie sind hier. Wir können aufhören Colleen."

„Woher wissen Sie das Detective? Ich habe nichts gehört."

„Nun, ich habe gute Ohren...", war alles, was Jim dazu sagte.

 

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