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I do not own the characters Sandburg, Ellison or Banks in this story, nor do I own any rights to the television show The Sentinel. They were created by Danny Bilson and Paul DeMeo and belong to them, Pet Fly Productions, UPN, Sci-Fi, Pro 7, Premiere and Paramount.
Vielen Dank an Mishale für das Beta-readen dieser Story und die tollen Vorschläge und Verbesserungen
Ohne Dich hätte ich mal wieder alt ausgesehen J
Danke auch an Bluebeetle für die nette Unterstützung J
Das Geschenk
by Chance
Blair kam langsam zu sich und brauchte einen Moment, um zu realisieren, was vor sich ging. Er öffnete die Augen und sah sich müde um.
Er war in seinem Bett, in seinem Zimmer. Doch etwas stimmte hier nicht. Jemand hatte ihn aufgeweckt. Das war ungewöhnlich Jim achtete immer so sehr darauf, ihn nicht zu wecken, falls er mal vor ihm wach sein sollte. Leise stand er auf und ging zu den französischen Türen, die in die Küche und das Wohnzimmer des Lofts führten. Lautlos öffnete er sie einen Spalt und spähte nach draußen. Es war mitten in der Nacht, also wer konnte da nur so einen Krach machen?
Erleichterung durchfuhr ihn als er sah, dass es doch Jim war, der da im Wohnzimmer herumlief und irgendwelche Sachen in Taschen packte.
Als Blair aus seinem Zimmer trat drehte sich der Detective erschrocken um.
Oh Chief! Ich habe Sie geweckt! Tut mir leid."
Sein Partner sah ihn verschlafen an und murmelte halb so wild, man."
Dann sah er auf die Kleidungsstücke und Taschen hinunter, die überall herumstanden.
Jim, was haben Sie vor? Wollten Sie heute Nacht heimlich ausziehen oder was?"
Der Sentinel grinste.
Nein, Chief. Ich hatte eigentlich geplant, Sie heute morgen zu überraschen. Allerdings nicht so früh."
Mich überraschen?" Blair war sichtlich erstaunt. War etwas Besonderes an diesem Tag?
Ja, aber dann ist mir Ihr komisches Fischfanggerät umgefallen."
Blair lachte leise. Jim, das ist kein `komisches Fischfanggerät`. Wie oft muss ich Ihnen das noch erklären?"
Na gut, na gut. Ein Dreizack, oder? Das ist es doch?"
Nein, man! Sie werden es wohl nie lernen." Immer noch lachend ging der junge Anthropologe zu dem Jagdutensil hinüber und hob es vom Boden auf.
Nichts passiert. Hat nicht mal einen Kratzer abbekommen... aber jetzt sagen Sie mal, Jim. Was für eine Überraschung?"
Wieder grinste der Sentinel. Sie werden es mögen!"
Was ist es denn?"
Warten Sie es ab, Chief. Morgen früh um 6:00 Uhr wird uns Simon hier abholen. Vorher wird nichts verraten."
6:00 Uhr? Das ist in zwei Stunden! Oh man! Ich muss meine Sachen zusammenpacken! Ich nehme mal an, dass wir eventuell fischen gehen werden, oder? Sonst hätten Sie `mein Fischfanggerät`, wenn ich es jetzt mal für Sie der Einfachheit halber so nennen darf, nicht eingepackt."
Der Einfachheit halber? Treiben Sie es nicht zu weit, Chief!", stieß Jim lachend aus und versetzte seinem Mitbewohner einen leichten Klaps auf den Hinterkopf.
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Blair war emsig damit beschäftigt, einige restliche Kleidungsstücke einzupacken als er hörte, wie Jim die Tür öffnete. Wie üblich hatte der Detective nicht abgewartet, bis Simon Banks an die Tür klopfte, denn der Sentinel konnte schon von weitem das Ankommen des Fahrstuhls und den Geruch von Simons Zigarren riechen.
Blair schüttelte grinsend den Kopf. Es war 6:00 Uhr morgens. Und er war sich ziemlich sicher, dass der Captain um diese Uhrzeit sein Frühstück in Form einer Zigarre zu sich nahm.
Langsam stand er auf und ging hinüber ins Wohnzimmer, um den Mann zu begrüßen.
Er staunte nicht schlecht, als er Simon in Tarnkleidung in der Tür stehen sah natürlich mit Zigarre, aber auch mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.
Guten morgen Gentlemen", grüßte er.
Blair trat mit staunenden Augen vor den größeren Mann. Wow Simon, das ist cool!"
Tja Sandburg. So muss ein Mann von Welt aussehen", antwortete der Captain lachend und betrat das Loft.
Guten Morgen, Sir", begrüßte auch Jim ihn.
Banks sah sich um und stellte erstaunt fest, dass die beiden schon fast alles gepackt hatten.
Sie haben Sandburg doch nichts erzählt, oder?", wandte er sich streng an Ellison.
Nein. Nur ist er leider heute Nacht aufgewacht. Aber ich habe kein Sterbenswort verraten."
Simon nickte und blickte nun auf Sandburg herunter.
Okay ihr zwei. Was ist nun diese `Überraschung`?", fragte der Junge ungeduldig.
Nun Chief, mögen Sie Verstecken und Fangen?", fragte Jim geheimnisvoll.
Blair starrte seinen Mitbewohner einige Augenblicke verständnislos an. Ich dachte wir gehen fischen...", platzte es dann aus ihm heraus.
Sofort brach Simon in lautes Gelächter aus. Sie trauen uns also nicht mehr zu als ständiges Camping und fischen?", fragte er.
Nein, das wollte ich damit nicht sagen. Ich liebe unsere Ausflüge, das wissen Sie!" Langsam wurde die ganze Sache etwas unangenehm. Was hatten die beiden wohl geplant? Und warum war er der einzige, der davon nichts wusste?
Einige Sekunden starrten sich die Männer an. Jim und Simon grinsten, doch Blair war irgendwie nicht so lustig zumute.
Okay Jungs. Was ist es?", fragte er nun wieder leise.
Wollen wir es ihm sagen?", fragte Jim nun gönnerhaft.
Okay", antwortete der Captain grinsend.
Also Sandburg. Wir haben für Sie", er machte eine kurze Pause, und natürlich auch für uns - ein Wochenende in einem Paintball-Camp gebucht."
Was? Ein Paintball-Camp? Das ist ja klasse!" Blair freute sich sichtlich. Seit er einmal eine Reportage über dieses Spiel im Fernsehen gesehen hatte, wollte er an so einem Match teilnehmen. Das ist ja so cool! Wie habe ich das nur verdient?", fragte er enthusiastisch.
Na ja, Sie haben bald Geburtstag... aber leider konnte der Termin für das Spiel nicht verschoben werden. Also dachten wir uns, wir schenken es Ihnen trotzdem."
Das ist großartig! Danke!" Blair wollte gerade zu einer leichten Umarmung des Captains ansetzen bis er bemerkte, dass er im Moment wohl etwas zu überschwenglich für den reservierten Simon reagierte. Ein Blick in dessen Gesicht verriet ihm, dass er recht hatte. Also lächelte er ihn nur schief an. Sofort grinste Banks zurück und Blair wusste, dass sich der Captain freute, dass ihm sein Geschenk gefiel. Nur konnte er es nicht recht ausdrücken.
Doch seinen Mitbewohner Jim umarmte er nun stürmisch. Jim lachte nur und fügte hinzu: Warten Sie erst mal ab. Das wird ein hartes Match."
Aber es wird klasse! Ich kann das natürliche Jagdverhalten der menschlichen Spezies..."
Sandburg!", schoss es aus Ellisons und Banks Mund gleichzeitig heraus.
Ertappt blickte Blair die beiden an. Okay", sagte er kleinlaut keine Studien der menschlichen Verhaltensweisen dieses Wochenende."
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Nachdem die beiden Partner alles Restliche gepackt und selbst auch die von Simon mitgebrachte Tarnkleidung angezogen hatten, machten sie sich auf den Weg zum Camp.
Sie waren bereits eine Stunde unterwegs bis Jim den Vorschlag machte, eine kleine Pause einzulegen und etwas zu essen.
Die Fahrt im Auto war bisher sehr angenehm gewesen. Die drei Männer hatten sich über alles mögliche unterhalten. Aber das Hauptthema war für Blair natürlich das kommende Wochenende gewesen. Jim musste bei den Schilderungen seines Guides lächeln. Scheinbar hatte sich Blair so ein Wochenende wirklich schon lange gewünscht, denn es kam ihm so vor, als hätte der Junge das gesamte Spiel schon bis ins kleinste Detail durchdacht.
Nach etwa weiteren zehn Kilometern Fahrt bog Jim von der Straße ab und hielt an einem kleinen Aussichtsparkplatz an und stellte den Wagen ab. Die drei stiegen aus und vertraten sich erst mal ein wenig die Beine.
Wow, echt toll hier!", bemerkte Blair.
Er hatte recht. Die Aussicht war wirklich atemberaubend. Vor ihnen erstreckte sich ein weites Tal. Doch weit und breit war keine Zivilisation zu erkennen. Rechts und links war das Tal von hohen Bergen gesäumt und weit hinten konnte man sogar einen Gletscher sehen, auf dem noch Schnee lag. Unten verliefen mehrere kleine Flüsse und Bäche.
Ja, wirklich schön, Chief", sagte nun auch Jim und gesellte sich zu seinem Partner, während Simon mal kurz im Wald verschwunden war.
Jim, ich möchte Ihnen wirklich für das alles danken. Ich meine, nach all den stressigen Wochen im Büro können wir alle diese Abwechslung wirklich gut brauchen."
Der Sentinel lächelte seinen Guide offen an. Hey, es war auch Simons Idee."
Ich weiß. Aber ihm brauche ich das nicht zu sagen. Sie wissen ja, wie er auf solche Dinge reagiert", antwortete Blair leicht amüsiert. Jim verstand sofort was sein Freund meinte und nickte lächelnd.
Einige Minuten standen sie leise da und genossen die Aussicht bis Jim bemerkte, dass Simon erstaunlich lange im Wald blieb.
Sandburg, bleiben Sie hier. Ich sehe mal kurz nach Simon, okay?"
Hören Sie was?"
Nein... ich kann ihn nicht hören. Er scheint etwas weiter weg gegangen zu sein. Ich bin gleich wieder hier, ja?"
In Ordnung", antwortete Blair und blieb alleine auf dem Parkplatz zurück.
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Jim lief durch das dunkle Dickicht und drehte seinen Gehörsinn voll auf, um seinen Freund Simon zu finden. Nach wenigen Metern hörte er den deutlich erhöhten Herzschlag des Captains.
Er lief schneller und kam nach wenigen Minuten bei ihm an. Simon kniete auf dem Boden und atmete sehr schnell.
Simon, was ist los?", fragte Jim besorgt. Er sah sich um und horchte, konnte jedoch keine bedrohlichen Geräusche hören oder etwas sehen, was ihn beunruhigt hätte.
Es ist nichts", antwortete der ältere Mann kurz angebunden.
Geht es Ihnen nicht gut?", versuchte es Ellison weiter.
Es dauerte einige Momente, bevor Simon antwortete. Nein, es geht mir nicht gut. Ich glaube, ich habe mir einen Virus eingefangen, Jim."
Warum haben Sie nichts gesagt?"
Der Captain schüttelte den Kopf. Es hat erst vor cirka einer halben Stunde angefangen." Daraufhin drehte sich der stattliche Mann um und übergab sich.
Oh Simon", sagte Jim und stützte seinen Captain, nachdem er fertig war. Ich werde Sie nach Hause fahren."
Nein. Es geht schon wieder", antwortete dieser und begann, wieder zum Parkplatz zurück zu laufen.
Simon, Sie können unmöglich das Wochenende irgendwo im Gelände verbringen, wenn es Ihnen so schlecht geht. Vielleicht bekommen Sie noch Fieber."
Vielleicht aber auch nicht." Banks hatte sich wieder umgedreht und Jim konnte in seinem Gesicht sehen, dass dieser unbedingt bei diesem Trip dabei sein wollte. Sandburg hat sich so auf dieses Match gefreut. Und wenn ich ehrlich bin, dann freue ich mich auch darauf. Und ich werde dabei sein, Jim."
Wie Sie meinen...", antwortete er etwas verdutzt und schloss zu seinem Captain auf.
Warum haben Sie nicht vorhin schon etwas gesagt? Und warum sind Sie so weit weg gegangen?"
Weil ich nicht wollte, dass Sie etwas davon mitkriegen!", kam genervt die Antwort. Jim, ich werde mich durch ein bisschen Übelkeit nicht von unserem lang ersehnten Wochenende abbringen lassen. Und ich will Sandburg jetzt nicht den Spaß nehmen. Also bitte sagen Sie ihm nichts, okay?"
In Ordnung, Simon", antwortete Ellison ernst. Aber wenn es schlimmer wird oder wenn Sie Fieber bekommen, sagen Sie es mir, verstanden? Lieber fahre ich Sie zurück nach Cascade, als dass ich Sie am Montag ins Krankenhaus bringen muss."
Der Captain nickte, machte sich daraufhin aber wieder auf den Weg zum Wagen. Was er Jim verschwiegen hatte war, dass er dieses Spiel auch mitmachte, um zu sehen, ob er dies seinem Sohn Daryll zumuten konnte. Er wußte, dass diesem so ein Wochenende mit Sicherheit gefallen würde nur fragte sich Simon, ob er schon alt genug dafür war...
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Alles in Ordnung?", fragte Blair, als er Simon aus dem Wald kommen sah, dicht gefolgt von Jim.
Ja, alles okay. Machen Sie sich keine Gedanken! Mir geht es gut!", antwortete der Captain beschwichtigend und ging wieder hinüber zum Wagen. Also, was ist jetzt mit Frühstück?", fragte er scheinheilig, obwohl ihm wirklich nicht danach zumute war.
Blair sah seinen Partner verwirrt an und flüsterte Was war denn?"
Ellison schüttelte nur den Kopf und ging zum Kofferraum, um die Tasche mit dem Proviant herauszuholen.
Danach gesellte er sich wieder zu den beiden anderen. Es war nichts, Sandburg. Ich habe nur mal wieder überreagiert."
Oh, okay", antwortete Blair überzeugt und machte sich über die Tasche mit den Sandwiches her.
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Eine halbe Stunde später waren sie wieder unterwegs zum Camp. Simon hatte inzwischen erzählt, dass es in einem Tal liegen würde. Es war zwei km lang und cirka 800 Meter breit. Mittendrin würde ein kleiner Fluss verlaufen und es gäbe eine Menge Plätze, um sich sicher zu verstecken.
Blair grinste. Auch der Captain schien sich wirklich auf das Wochenende zu freuen.
Jim erzählte weiterhin, dass abends alle am Lagerfeuer grillen würden und sie sicher auch Gelegenheit hätten, in dem Fluss zu angeln.
Nach Blairs Geschmack hörte sich das alles sehr gut an. Zufrieden lehnte er sich zurück und betrachtete die schöne Gegend, durch die sie fuhren.
Gegen Mittag kamen die Drei nun in dem besagten Tal an und Jim parkte den Wagen neben den vielen anderen, die bereits auf dem Parkplatz abgestellt waren. Sie holten ihre Taschen aus dem Wagen, betraten das umzäunte Gelände und machten sich auf den Weg zu einem großen Zelt. Darin herrschte bereits reges Treiben. Überall hörte man Gelächter und hier und da sah man sogar Frauen in Tarnkleidung herumlaufen.
Keiner nahm so recht Notiz von den Dreien, denn sie fielen nicht weiter auf.
Weiter hinten erkannte Jim nun einen Mann, der eine rote Markierung auf dem Ärmel seines Anzuges trug und er wusste, dass er ihren Spielführer gefunden hatte. Er signalisierte den beiden anderen, ihm zu folgen.
Als sie näher kamen, sah er auch den Schreibtisch und die Unterlagen, die darauf verstreut lagen. Er hatte also wirklich ihren Spielführer gefunden.
Guten Tag, Sir", begrüßte er den Mann.
Ah, hallo! Willkommen in unserem Camp", grüßte der ältere, jedoch noch gut durchtrainierte Herr zurück. Würden Sie mir bitte Ihre Namen nennen, damit ich Sie auf der Liste abhaken kann?"
Ja. Das ist Simon Banks und er ist Blair Sandburg. Ich bin Jim Ellison."
Der Mann überflog seine Liste und machte an die genannten Namen einen Haken.
Alles klar! In zwei Stunden treffen wir uns zu einer kleinen Besprechung. Bis dahin können Sie irgendwo hier in der Nähe Ihre Zelte aufbauen."
Alles klar", sagte Blair erfreut und drehte sich um, um zu gehen.
Moment, junger Mann."
Verwirrt drehte sich Sandburg wieder um. Ja?", fragte er leise.
Nur damit ich es nicht später vor allen sagen muss..." begann der Spielführer ruhig aber heute Nachmittag beim Spiel müssen Sie sich ihre Haare zusammenbinden. Okay?"
Blair lachte. Er hatte schon befürchtet, irgend etwas falsch gemacht zu haben.
Er nickte Kein Problem." Wieder wandte er sich um und bahnte sich seinen Weg nach draußen.
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Warum hat er mir das da drin gesagt?"
Blair flüsterte, weil er dies nicht vor Simon fragen wollte.
Ellison grinste und antwortete leise: Weil er später vor der Gruppe den starken Anführer mimen wird, Sandburg. Und dann will er sich nicht auf einzelne Personen einlassen."
Mhm, das verstehe ich nicht."
Sie werden sehen, dass es hier durchaus hart zugeht, Sandburg. Es ist zwar ein Spiel, aber viele Leute hier nehmen es schon ernst. Sie fühlen sich hier wie beim Militär."
Schon klar, man. Schon kapiert."
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Die drei standen stolz vor ihren aufgebauten Zelten. Inzwischen hatten sich noch mehrere Männer zu ihnen gesellt und ihre Zelte in der Nähe aufgeschlagen. Alle verstanden sich auf Anhieb gut. Blair war der jüngste in diesem kleinen Kreis und wurde von den fremden Männern meistens nur mit Junge" oder Sohn" angeredet, aber das störte ihn nicht. Ihm gefiel es hier. Und er war stolz darauf, sein Zelt dieses Mal ganz alleine aufgebaut zu haben.
Na, was sagt ihr?", fragte er.
Nun, mhm...", Jim trat prüfend näher heran und zog an den Halteseilen und Dübeln. Es scheint zu halten, Chief."
Ach kommen Sie! Es ist gut, nicht wahr, Simon?"
Der Captain stand etwas weiter weg und brauchte einen Moment, bevor er antwortete. Mhm? Ja, oh, ja, sieht gut aus. Ich glaube, es wird halten."
Geht es Ihnen nicht gut, Simon? Alles in Ordnung?"
Ja ja, alles klar. Ich komme gleich wieder." Danach wandte er sich um und machte sich auf den Weg zu dem großen Hauptzelt.
Jim, ist wirklich alles in Ordnung mit ihm?"
Ja, Sandburg. Er fühlt sich nur nicht besonders gut. Aber keine Sorge, es ist nichts Ernstes."
Lassen Sie mich raten: Er wollte unbedingt dabei sein und hat Sie gebeten, mir nichts zu verraten, ja?"
Ganz genau, Chief. Also halten Sie bitte die Klappe, okay?"
Kein Problem, man. Er wird nichts merken."
Blair begann, das Zelt einzuräumen und hoffte innerlich, dass er es wirklich richtig aufgebaut hatte, um nicht gleich unter einem Haufen Nylonstoff vergraben zu werden...
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Also Leute...", schrie der Spielführer in die Runde und Blair konnte sich ein verstecktes Grinsen nicht verkneifen. Jim hatte recht gehabt. Im Zelt war der ältere Herr die Nettigkeit in Person gewesen und hier vor der Gruppe gab er sich als stahlharter Actionheld. ...willkommen in unserem Gotcha-Camp. Heute Nachmittag wird es erst mal ein kleines Aufwärmspiel geben, aber morgen geht es den ganzen Tag so richtig rund. Für die Neuankömmlinge werde ich jetzt erst mal die Spielregeln erklären:
Beim Paintball gibt es zwei Mannschaften, die gegeneinander spielen. Jeder Spieler hat eine Schutzmaske und einen sogenannten Markierer, der mit Hilfe von CO2 Farbkugeln verschießen kann.
Wird ein Spieler von solch einer Farbkugel getroffen, schreit er "Hit" und
ist aus dem Spiel. Es darf nicht aus einer Entfernung unter sieben Meter geschossen
werden. Sollte dies trotzdem der Fall sein, schreit der Spieler statt dessen
"Gotcha" und der Angeschriene gilt als markiert.
Wir spielen heute um eine Fahne, wobei jedes Team eine bekommt. Das jeweils andere Team
muss nun versuchen die gegnerische Flagge zu erobern, indem es taktisch vorgeht und die
Gegenspieler mit Farbe markiert.
Ihre Waffen sind sogenannte Pumper". Das ist ein Paintballmarkierer, der vor
jedem Schuss repetiert werden muss. Eimal pumpen, Abzug drücken und einmal schießen.
Alles klar?"
Die Gruppe rief zustimmende Worte und die ersten standen auf, um schon auf das Spielfeld zu gehen.
Einen Moment noch!", schrie der Spielführer nun wieder.
Wir müssen die Gruppen noch aufteilen. Morgen werden wir in vier Gruppen spielen, wobei wir uns das Tal teilen. Aber heute spielen wir in zwei Gruppen, da wir nicht so viel Zeit haben."
Wieder ertönte zustimmendes Gegröle.
Nach der Aufteilung der Gruppen ging es also los. Blair hatte Glück und war mit Jim und Simon in einem Team gelandet. Nachdem alle die restliche Schutzkleidung, also verschiedene Körperschützer sowie Gesichtsmasken aufgezogen hatten, ging die Gruppe in den Wald. In fünf Minuten würde das Spiel beginnen und Blair konnte das Signal fast nicht abwarten.
Sie hatten gelbe Farbkugeln bekommen, die andere Gruppe rote. Er hoffte, dass er lange durchhalten würde. Er hatte keine Lust, gleich abgeschossen zu werden und aus dem Spiel zu sein, während die anderen weitermachen durften. Also hatte er beschlossen, sich an Jim zu halten.
Das Signal ertönte und alle suchten sich geeignete Verstecke, um nicht gleich vom gegnerischen Team erspäht zu werden. Blair hielt sich hinter Jim auf und folgte ihm langsam durch das Dickicht. Überall lagen bunte Blätter am Boden unter denen man sich notfalls auch gut verstecken konnte.
Blair hatte die Waffe bereits geladen und war bereit, jeden, der ein rotes Tuch am Arm trug, abzuschießen. Normalerweise war er nicht sehr begeistert für Waffen, doch das hier war etwas anderes. Es war ein Spiel. Im Augenwinkel sah er, wie sich rechts von ihm etwas bewegte und er drehte sich gerade noch rechtzeitig um, um einen Mitspieler der gegnerischen Mannschaft zu erspähen, der gerade hinter einem Baum hervorgesprungen war.
Er zielte mit seinem Pumper und drückte ab. Er erwischte den Mann mitten auf der Brust.
Hit", schrie dieser und setzte sich enttäuscht an einen Baum.
Leise arbeitete sich die gelbe Gruppe" weiter ins gegnerische Territorium vor. Hier und da hörte man Hit" - oder Gotcha"-Schreie, doch um Simon, Blair und Jim herum schien es eher ruhig zuzugehen. Blair wusste, dass Jim die gegnerische Fahne schon längst im Visier hatte, denn er bewegte sich sehr zielstrebig in eine Richtung. Vielleicht hörte er auch, wo sich die meisten gegnerischen Spieler aufhielten, denn natürlich waren sie darauf aus, ihre Fahne zu schützen.
Wie weit noch, Jim?"
Keine Ahnung. Ich schätze die Fahne ist in cirka 500 Meter Entfernung vor uns. Von dort höre ich die meisten Kommandos und auch Gefechte."
Cool!"
Simon lachte und konzentrierte sich wieder auf seine Umgebung. Plötzlich schoss aus dem Laub ein roter Spieler hervor und erwischte den Captain am Bein.
Jim reagierte sofort und schoss den Angreifer mit einer gelben Kugel ab.
Hit", riefen beide Mitspieler enttäuscht im Chor und setzten sich auf den Boden.
Tut mir leid, Simon", sagte Blair.
Schon gut, spielen Sie weiter!"
Blair hatte das ungute Gefühl, dass dem Captain sein Ausscheiden gar nicht so unrecht war... Simon war selten so still und er war sich sicher, dass es ihm gar nicht so gut ging, wie er vorgab. Er klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, folgte dann aber Jim, der inzwischen weiter nach vorne gegangen war. Sie standen jetzt auf einer kleinen Lichtung und Blair wusste, dass dies nichts Gutes bedeuten konnte...
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, schoss auch schon vor ihm ein Mann hinter einem Baum hervor.
Vor lauter Schreck drückte Blair sofort seine Waffe ab ohne zu zielen und erwischte den Mann in der Magengegend.
Oh man! Haben Sie sich weh getan?"
Der Mann brauchte einen Moment, sagte dann jedoch: Nein, ist schon okay. Ich bin schlimmeres gewöhnt...Hit." Danach setzte er sich auf den Boden.
Sorry", sagte Blair noch einmal, bevor er sich wieder hinter Jim wagte.
Sandburg, seien Sie nicht so mitfühlend. Das ist ein Spiel. Sie können keinen richtig verletzten, ja?"
Okay Jim..."
Einige Minuten bewegten sie sich also leise durch den Wald, ohne auf weitere Gegner zu treffen.
Da vorne ist die Fahne... wir müssen jetzt gut aufpassen."
Blair sah sich um und sah eine Menge seiner Leute an verschiedenen Stellen auf dem Boden sitzen... aber auch Leute des roten Teams.
Er zog an seiner Waffe und brachte sie für den Notfall schon einmal auf Schusshöhe. Einige Schritte weiter konnte nun auch er die Fahne sehen.
Und keine Sekunde später waren sie von roten Mitspielen umringt. Mindestens vier oder fünf konnte er plötzlich weiter vorne sehen.
Gekonnt wichen er und Jim einigen Farbbällen aus, die nun auf sie zugeschossen kamen. Blair warf sich hinter einem Baumstamm auf den Boden und suchte Deckung. Einige Sekunden später landete Jim nicht weit von ihm ebenfalls hinter einem kleinen Stein.
Ganz schön was los, was?", rief dieser herüber.
Ja, man! Was nun?"
Feuern was das Zeug hält!", schrie Jim und kniete sich hin, um so viele Gegner wie möglich abzuschießen.
Okay...", murmelte Blair und tat das gleiche...
Er hatte Glück und konnte gleich zwei Rote" erwischen. Jim erwischte auch zwei. Also war nur noch einer übrig, der sich aber wieder hinter einem kleinen Felsen versteckt hatte...
Die beiden Angreifer verließen ihre Deckung und machten sich wieder auf den Weg zur Fahne.
Sie waren schon sehr nahe, als dieser eine Überlebende" der roten Gruppe wieder hinter einem Baum auftauchte und Jim mitten auf der Brust erwischte.
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Verdammt!" Blair schoss auf den gegnerischen Mann und traf ihn mit einer Farbkugel am Arm.
Hit", hörte er den Gegner und Jim sagen.
Blair dachte nun nicht mehr an Jim oder den Mann, den er gerade getroffen hatte. Adrenalin durchströmte seine Adern und alles, worauf er sich jetzt noch konzentrierte war die Fahne, die nicht mal zwanzig Meter vor ihm im Boden steckte. Aufmerksam ging er langsam weiter vorwärts, die Waffe immer noch im Anschlag. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und er wusste, dass dieser letzte Angriff nicht alles gewesen sein konnte...
Wieder ging er zwei Schritte nach vorne. Immer noch kein Gegner...
Weitere zwei Schritte...doch dann schreckte er auf. Drei Gegenspieler schossen plötzlich hinter Verstecken heraus und schossen alle auf ihn.
Der ersten Kugel konnte er noch ausweichen, doch die beiden weiteren trafen ihn am Bein und auf der Brust.
Benommen sackte er zu Boden... es war aus. Er hatte es nicht geschafft.
Hit", rief er immer noch verwirrt und sah die Fahne an. Zehn Meter...es war nicht mehr weit gewesen.
Mist", flüsterte er und sah zurück zu Jim, der an einem Baum saß. Dieser jedoch hielt ihm die Faust mit hochgestrecktem Daumen zu und Blair wusste, dass sein Partner sich für ihn freute, dass er so nahe an das Ziel herangekommen war...
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Einige Minuten später schaffte es doch noch ein Mitspieler der gelben Gruppe, die Fahne zu erzwingen und das Spiel wurde für beendet erklärt.
Blair, Jim und Simon gingen nebeneinander zurück zum großen Hauptzelt. Simon war immer noch still und Blair meinte zu erkennen, dass er auch etwas schwitzte...
Chief, Sie waren echt gut!", unterbrach Jim seine Gedanken.
Oh, nein... ich hätte es schaffen können."
Hey, Sie sind weiter gekommen als ich! Ich, ein Ex-Soldat!" Jim streckte stolz seine Brust hervor.
Blair lachte und klopfte mit seiner Faust leicht darauf. Ja! Hey, stimmt! Ich war besser als Sie!" Er lachte Ellison aus und schon ging eine kleine Verfolgungsjagd los, die erst endete, nachdem Blair aufgab und sich von Jim einen Klaps auf den Hinterkopf versetzen ließ.
Außer Atem warteten die beiden auf Simon, der langsam hinter ihnen hergelaufen war. Der Captain lächelte, doch Jim und sogar Blair konnten ahnen, wie es ihm ging.
Als er die beiden erreicht hatte gestand er, dass er wohl beim morgigen Spiel nicht mitmachen würde.
Oh Simon, das tut mir leid..." sagte Blair ehrlich. Ich hätte Sie so gerne wieder dabei gehabt."
Tut mir leid, Sandburg. Aber ich kann mich so nicht auf das Spiel konzentrieren... ich werde im Zelt bleiben und mich ausruhen. Das tut mir auch mal gut."
Die beiden Partner nickten und zusammen gingen sie betrübt zum Zelt zurück.
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Der Abend war doch noch schön geworden, obwohl Blair ständig an Simon denken musste, der sich entschieden hatte, im Zelt zu bleiben und ein wenig zu schlafen.
Er saß jetzt hier mit Jim an einem großen Lagerfeuer und die vielen anderen Menschen, mit denen sie hier waren, saßen in einem Kreis und erzählten über ihre heutige Jagd" und alles mögliche. Es war lustig. Blair kam sich vor wie auf einem Ausflug mit den Pfadfindern, nur dass diese Leute hier und er selbst natürlich auch wesentlich älter waren.
Er sah hinüber zu Jim, der sich angeregt mit einem Mann unterhielt und freute sich, dass es seinem Freund hier auch so gut zu gefallen schien. Er sah sich in der Runde um. Alle gingen fröhlich miteinander um und er war froh, zu so einer Gruppe zu gehören. Der morgige Tag würde sicher wundervoll werden.
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Aufstehen, Schlafmütze!"
Jim schreckte hoch.
Mhm?"
Der Reißverschluss seines Zeltes öffnete sich und Blair streckte seinen zerzausten Lockenkopf herein.
Ellison blinzelte und sah seinen Partner verschlafen an.
Hey Jim, Sie werden mir hier doch nicht verschlafen?"
Nein, ich bin wach... ich komme gleich." Er drehte sich wieder um und runzelte die Stirn. Er hatte wirklich schon lange nicht mehr so gut und so fest geschlafen.
Einige Minuten später krabbelte er aus dem Zelt und streckte erst mal seine steifen Glieder. Er war erfreut, auch Simon auf den Beinen zu sehen. Dieser kam gerade von der Dusche zurück.
Na, wie geht es?", fragte er.
Etwas besser, danke. Wenigstens gibt es hier warmes Wasser..."
Ist Ihnen kalt?"
Es war mir kalt. Aber jetzt geht es. Ich werde aber heute nicht zum Spiel mitkommen, Jim."
Das tut mir leid, Sir."
Schon gut. Ich war ja gestern dabei und vielleicht komme ich endlich mal dazu, dieses Buch fertig zu lesen, das ich schon seit einem Jahr bei mir neben dem Bett liegen hatte und das schon ganz zugestaubt war."
Jim lächelte. Gut, dass Sie es mitgenommen haben."
Er drehte sich um und ging hinüber zu Sandburgs Zelt, der da drinnen für diese Uhrzeit schon sehr geschäftig war.
Hey, was machen Sie denn da drin?", fragte er.
Man hörte nur ein Schnauben bevor Blair antwortete. Ich versuche mich hier drinnen wie ein normaler Mensch anzuziehen, Jim. Aber das Zelt ist verdammt klein!"
Tut mir leid, Sandburg. Das nächste Mal nehmen wir wieder das große Fünf-Mann-Zelt..."
Mhm, wäre schon gut... da kann man sich wenigstens aufrecht hinstellen."
Jim lachte leise und ging zurück zu seinem eigenen kleinen Zelt um seine Kleidung herauszuholen. Danach machte er sich auf den Weg zur Dusche.
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Später trafen sich alle zu einem Frühstück.
Wann waren Sie denn duschen, Chief?", fragte Jim erstaunt.
Als Sie noch geschlafen haben...na ja, eigentlich, als alle noch geschlafen haben. Ich war ziemlich früh wach."
Aha... komisch, dass ich Sie nicht gehört habe."
Soll das ein Witz sein? Sie haben geschnarcht wie ein Bär."
Wie bitte?", fragte Jim mit gespielter Boshaftigkeit.
Ja, man! Ich wusste gar nicht, dass Sie schnarchen."
Seit der Sentinel-Sache tue ich das auch nicht mehr... komisch."
Na ja, sagen wir einfach, dass Sie heute Nacht einmal besonders gut geschlafen haben." Blairs Unbekümmertheit in diesem Fall beruhigte auch Ellison und er wandte sich wieder seinem Frühstück zu.
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Zwei Stunden später standen wieder alle bereit zum nächsten Spiel.
Simon war tatsächlich im Zelt zurückgeblieben und hatte vorgegeben, dass es ihm wirklich nichts ausmachen würde, sich den Tag mal auszuruhen. Und von den anderen Männern schien ihn auch keiner zu vermissen - bis auf Blair.
Jim wusste, dass der Junge Simon gerne dabei gehabt hätte. Doch er ließ sich nichts anmerken und lief nervös und voller Vorfreude hin und her.
Hey Chief...beruhigen Sie sich mal. So werden Sie sicher schnell abgeschossen."
Ha ha, Jim."
Der Spielführer trat nun vor die Gruppe und teilte mit, dass sie dieses Mal in vier Gruppen spielen würden. Gelb gegen Rot und Grün gegen Blau.
Jim und Blair wurden wieder der Gelb/Roten-Gruppe zugeteilt.
Hey, wieder gelb!", grinste Blair Jim zu, Meine Glücksfarbe, man!"
Ach ja?"
Na ja, sagen wir mal: für heute!"
Wieder lachte Jim und machte sich mit Blair auf den Weg in ihr Territorium".
Kurz nachdem die beiden ihre Schutzmasken aufgezogen hatten, ging es auch schon los. Dieses Mal waren die Gruppen kleiner und Blair wusste, dass er noch vorsichtiger sein musste.
Die beiden schlichen also wieder vorsichtig durch das Unterholz und hatten auch schon drei gegnerische Mitspieler erwischt, bevor Jim Blair mitteilte, dass er bereits die Fahne sehen konnte.
Klasse!", gab Sandburg von sich und ein weiterer Adrenalinschub spornte ihn an, sich weiter fortzubewegen.
Sie schafften noch gute zehn Meter, bevor sich ihnen wieder ein gegnerischer Spieler in den Weg stellte. Dieses Mal erwischte es Blair als ersten... Jim konnte sich noch hinter einen Baum retten.
Doch diesmal war es anders. Die Kugel traf Blair an der Schulter und er wurde von der Wucht zu Boden gerissen. Schmerz durchfuhr seinen Körper und er blieb benommen liegen und rang nach Luft. Er fühlte, dass seine gesamte rechte Seite taub wurde und spürte etwas warmes klebriges.
Blut", schoss es ihm sofort durch den Kopf und er drehte seinen Kopf in die Richtung, in der Jim verschwunden war. Doch er war nirgends zu sehen.
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Jim sprintete weiter von Baum zu Baum.
Blair hatten sie getroffen, doch er würde es schaffen. Er würde die Fahne dieses Mal sicher erreichen. Als er hinter dem nächsten Baum Deckung gefunden hatte, schaute er zurück zu seinem Partner. Er lag am Boden und die rote Farbe verschmierte seinen Hals und seine Schulter.
Als er jedoch einen Moment länger hinüber sah bemerkte er, dass die Farbe nicht passte... das Rot war dunkler.
Schock durchfuhr ihn und er rannte wieder zurück nur um kurz vorher von einem Mann mit einer echten Waffe mit Schalldämpfer gestoppt zu werden. Erschrocken blieb er stehen und starrte den Mann an. Dieser trug eine Schutzmaske sowie Schutzkleidung, genau wie er. Unter den vielen Mitspielern war er nicht aufgefallen.
Bleib, wo du bist. Dann passiert dir nichts", befahl der Mann.
Mein Partner da drüben ist verletzt. Ich muss ihn mir ansehen", versuchte es Jim in ruhigem Ton. Sein Gegenüber musterte ihn lange und gründlich bevor er antwortete: Dein Partner, was? Nun, dein Partner hat unser kleines Spiel verloren."
Was für ein Spiel?", fragte Jim ruhig. Er wollte den Mann nicht unnötig verärgern. Er versuchte, seinen Gehörsinn aufzudrehen, um wenigstens so Blair zu überwachen, doch es gelang ihm nicht... irgend etwas stimmte mit seinen Sinnen nicht. Er schüttelte verwundert den Kopf... doch nichts änderte sich. Der Mann mit der Waffe riss ihn wieder aus seinen Gedanken.
Bleib einfach hier stehen und halte die Klappe!"
Der Mann entsicherte die Waffe und Jim beschloss, sich ruhig zu verhalten, wie es ihm sein Gegenüber befohlen hatte.
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Blair fühlte sich schlecht ihm war schlecht und er fühlte langsam, wie er drohte, das Bewusstsein zu verlieren. Sein Körper zitterte und er fror.
Das ist der Schock...", sagte er sich immer wieder und er fragte sich, wo Jim nur war. Er musste ihn doch hören. Oder war er auch getroffen worden?
Übelkeit stieg wieder in ihm hoch, als er vor seinem inneren Auge Jim verwundet am Boden liegen sah.
Er richtete sich ein wenig auf und blickte sich um. Doch der Schmerz in seiner Schulter war fast unerträglich und er ließ sich wieder auf den Boden herunter. Er hatte seinen Partner nirgendwo sehen können...
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Jim konnte nicht länger hier stehen und gar nichts tun, während Blair dort hinten verletzt am Boden lag.
Der Mann mit der Waffe hatte inzwischen begonnen, über ein Funkgerät mit weiteren Personen zu reden. Mit mindestens vier wie er herausgefunden hatte.
Er beschloss, etwas zu unternehmen. Das ganze hier wurde ihm viel zu gefährlich. In einem Moment der Unachtsamkeit seines Gegenübers erhob er seine Paintball-Waffe und schlug den Mann damit nieder.
Er hatte Glück er hatte eine ungeschützte Stelle am Hinterkopf getroffen und der Mann ging sofort zu Boden.
Jim schnappte sich sein Funkgerät und die Waffe und rannte hinüber zu Blair.
Der Junge war aschfahl im Gesicht und zitterte sichtbar.
Sandburg!" Jim beugte sich über ihn und tastete vorsichtig die Wunde ab.
Blair stöhnte vor Schmerzen auf.
Jim...was ist los?", presste er hervor.
Ich weiß nicht, Chief...hier sind bewaffnete Männer auf dem Gelände." Jim untersuchte weiterhin die Wunde und überprüfte den Herzschlag und die Temperatur seines Partners.
Warum haben die... auf... mich geschossen?", fragte er unter Schmerzen.
Ich habe keine Ahnung... Ich muss Sie sofort hier wegschaffen. Wir müssen zum Hauptzelt. Denken Sie, dass Sie laufen können?"
Blair nickte. Aber... helfen Sie mir aufstehen."
Jim legte ihm einen Arm um die Hüfte und schwang mit seiner freien Hand Blairs gesunden linken Arm über seine Schulter und half ihm so, sich aufzustellen.
Sein Guide schwankte und brauchte einige Momente, um auf den eigenen Beinen zu stehen.
Alles klar?", fragte der Sentinel besorgt.
Ein leichtes Nicken war alles, was er als Antwort bekam. Dann begannen sie langsam in Richtung Hauptzelt zu laufen.
Jim schreckte auf, als plötzlich das Funkgerät in seiner Tasche wieder zum Leben erwachte.
Connell? Was ist los? Hast du deinen Bereich abgesichert?", fragte jemand.
Ellison blickte Blair an, doch dieser hatte scheinbar gar nichts mitbekommen, sondern konzentrierte sich nur darauf, einen Fuß vor den anderen zu setzen.
Der Sentinel stoppte und zog vorsichtig das Funkgerät aus der Tasche.
Alles gesichert", antwortete er und hoffte, so die Person am anderen Gerät zu befriedigen.
Gut", kam die Antwort. Wir treffen uns in der Zentrale. In 20 Minuten."
Danach herrschte wieder Funkstille.
Zentrale...", wiederholte Jim leise und sah seinen Guide an. Der Junge würde nicht mehr sehr weit kommen. Er war schweißnass und zitterte jetzt noch mehr als vorher.
Blair?" Doch es kam einige Sekunden keine Antwort. Hey! Sind Sie noch hier, mein Freund?", fragte Jim noch einmal und berührte leicht die Wange seines Partners. Sie war sehr heiß, bedeckt von kaltem Schweiß.
Blair zuckte zurück und blinzelte. Was?"
Sandburg, Sie stehen unter Schock. Und Sie verlieren zu viel Blut. Ich werde Sie jetzt hier zurücklassen und Hilfe holen, okay?"
Statt zu widersprechen ließ sich Blair langsam auf den Boden herab und lehnte sich gegen einen Baumstamm. Okay", gab er leise zurück.
Versuchen Sie wach zu bleiben! Und trauen Sie keinem, der hier vorbeikommt. Verstecken Sie sich."
Okay, Jim."
Pressen Sie sich das auf die Wunde. Ich bin so schnell wie möglich zurück." Jim gab Blair ein Stück seines Jackenärmels, das er abgerissen hatte, und machte sich auf den Weg.
Wenn er recht behielt, war die Zentrale dieser Männer das Hauptzelt Also gab es für ihn nur noch ein Ziel, das er erreichen musste: Simon.
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Blair hatte das Gefühl, dass er nicht mehr lange wach bleiben würde. Er war jetzt schon mehrere Male kurz eingenickt und das Stück Stoff, das Jim ihm gegeben hatte, war schon ganz durchgeweicht. Er wusste, dass er die Blutung bald stoppen müsste... langsam zog er seine eigene Jacke etwas herunter und hob sein T-Shirt an, um seine Schulter sehen zu können.
Er starrte dieses hässliche Loch an und fühlte, wie ihm wieder schlecht wurde.
Aber immerhin hatte es scheinbar endlich aufgehört zu bluten...
Er entspannte sich und begann eine seiner bekannten Atemübungen. Doch nach zwei Atemzügen gab er es auf... Das Atmen schmerzte zu sehr und außerdem linderte es seine Übelkeit in keiner Weise.
Gerade als er wieder die Augen schließen wollte, hörte er, wie sich neben ihm etwas bewegte.
Erschrocken drehte er den Kopf um und sah, wie der Mann, der ihn angeschossen hatte, wütend durch den Wald stapfte.
Oh Gott", dachte er. Was mache ich jetzt nur? Was, wenn er mich findet?"
Er beschloss, ganz ruhig sitzen zu bleiben. Vielleicht würde der Mann einfach einige Meter weiter weg an ihm vorbei gehen und ihn nicht bemerken...
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Jim hatte den Zeltplatz fast erreicht. Er war auf keine weiteren Männer oder Mitspieler getroffen und fragte sich, was hier wirklich los war.
Er erreichte nun das Zelt des Captains und öffnete den Reißverschluss.
Simon schreckte aus dem Schlaf hoch und blickte Jim erschrocken an.
Jim? Was soll denn das?"
Shhhh, Simon. Leise!" Er kletterte nun in das Zelt.
Im Wald sind Blair und ich angegriffen worden. Dort sind bewaffnete Männer. Und alle anderen des Camps sind verschwunden."
Was?" Banks setzte sich nun auf und sah seinen Detective mit ernster Mine an.
Wo ist Blair?"
Jims Gesichtsausdruck verriet ihm sofort, dass etwas nicht stimmte. Ist er verletzt?", fragte er.
Ja. Er ist angeschossen worden. Er hat es nicht bis hierher geschafft, also habe ich ihn im Wald zurückgelassen. Dort ist er sicherer."
Hoffen wir es. Ist sein Zustand stabil?"
Er steht unter Schock. Aber ich denke, dass er die Blutung inzwischen gestoppt haben müsste."
Simon nickte. Was machen wir jetzt?"
Wir müssen den Wagen erreichen um nach draußen zu telefonieren"
Ja. Aber dazu müssen wir an dem Gemeinschaftszelt und dem Eingang vorbei."
Nicht, wenn wir über den Zaun klettern. Irgendwo an einer unbewachten Stelle."
Gut. Gehen wir."
Die beiden machten sich auf den Weg.
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Der bewaffnete Mann passierte Blair zwar zuerst, sah dann aber auf und entdeckte ihn. Ein böses Grinsen huschte über das Gesicht des Mannes, der nun schnell auf ihn zu gelaufen kam.
Hallo, Kleiner", sagte er böse.
Blair sah ihn nur mit großen Augen an.
Du bist also der Grund, warum mir dein Partner eins Übergezogen und mir die Waffe gestohlen hat?" Der Mann lachte sarkastisch und ging in die Hocke, um Blair direkt in die Augen zu sehen.
Dann werden wir doch mal sehen, wie dein Partner reagiert, wenn er sieht, dass ich dich jetzt gerade wieder gefunden habe. Steh auf!"
Die Stimme des Mannes ließ keine Diskussionen zu. Also versuchte Blair aufzustehen. Doch er schaffte es noch nicht einmal, sich richtig aufzusetzen.
Oh, ich vergaß. Du bist ja verwundet", sagte der Mann wieder sarkastisch und stand nun auf, beugte sich hinunter, griff Blair am Kragen seiner Jacke und zerrte ihn auf die Beine.
Sandburg konnte sich nicht aufrecht halten und hing schlaff im Griff dieses Mannes, der nun wieder böse auf ihn herab grinste. Dann fühlte er, wie er hoch gehievt und über die Schultern geschwungen wurde... danach wurde alles schwarz um ihn.
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Als Jim und Simon in sicherer Entfernung das Hauptzelt passierten, sahen sie, dass sich am Eingang zwei bewaffnete Männer postiert hatten. Auch die Zufahrt des Geländes war mit zwei Männern gesichert.
Was ist hier nur los?", fragte Simon.
Entweder sind das nur Verrückte oder irgend welche Terroristen."
Ich befürchte, das werden wir noch herausfinden, Jim."
Jim nickte und bewegte sich weiter entlang des Zaunes, um eine geeignete Stelle zum Übersteigen zu finden. Der Maschendrahtzaun war gute zwei Meter hoch und außerdem mit Stacheldraht bestückt.
Als sie an einer bewachsenen Stelle hielten, zogen beide Männer ihre Jacken aus und warfen sie über den Stacheldraht. Danach begannen sie, über den Zaun zu klettern.
Auf der anderen Seite angekommen, machten sie sich auf den Weg zum Parkplatz. Sie waren fast angekommen, als sie bemerkten, dass sich auch dort bewaffnete Männer aufhielten.
Verdammt!", stieß Jim hervor. Wir müssen diese Kerle ausschalten."
Es sind zwei Mann, Jim... die müssten wir schaffen."
Ellison nickte wieder und setzte sich erneut in Bewegung.
Sie schlichen sich von hinten an die Männer heran, die sich ihrer Sache sehr sicher schienen und nicht weiter auf ihre Umgebung achteten, sondern sich leise unterhielten.
Jim und Simon schlugen die beiden mit einem Schlag nieder. Danach rannten sie zu Jims Wagen und setzten sich hinein. Der Detective hatte etwas weiter weg vom Eingang geparkt, was ihnen jetzt glücklicherweise einen Vorteil verschaffte.
Jim durchsuchte seine Tasche und fand schnell seinen Revolver und seine Dienstmarke. Auch das Telefon fand er kurz danach. Er und Simon hatten beschlossen, die Sachen mal für dieses Wochenende im Wagen zu lassen und sich wirklich nur eine schöne Zeit zu machen leider hatte sich dieses Vorhaben nun zerschlagen.
Jim schaltete das Telefon an und wartete...
Netzsuche", presste er genervt hervor und betete, dass das Mobiltelefon hier draußen einen Betreiber finden würde.
Komm schon!", murmelte er... auch Simon starrte das kleine Gerät gespannt an.
Plötzlich erschien in der Anzeige das erwartete Signal.
Ja!", entfuhr es Jim und er wählte sofort die Nummer des Polizeipräsidiums.
Taggert meldete sich am anderen Ende der Leitung und Jim berichtete ihm, was hier vor sich ging und wo sie sich genau befanden.
Als Ellison das Gespräch beendet hatte, stiegen die beiden wieder aus dem Wagen und machten sich zurück auf den Weg zum Zaun, über den sie geklettert waren.
Doch da hörte Jim hinter sich ein Geräusch. Er drehte sich um und starrte genau in den Lauf einer Pistole.
Was wolltet ihr im Wagen?", fragte der Mann, der die Waffe hielt. Jim überlegte, was er nun am besten antworten würde, und blickte dann zurück auf Simon, der sich in der gleichen Situation wie er befand.
Jim wurde unsanft mit der Vorderseite gegen den nächsten geparkten Wagen gedrückt und fühlte immer noch die Waffe in seinem Rücken.
Der Kerl der Simon bedrohte zerrte diesen zurück zu Jims Wagen und öffnete die Tür.
Hey, Millers! Die Kerle sind Cops!", rief der Mann seinem Kollegen zu. Er hatte Jims Dienstausweis gefunden, der auf dem Fahrersitz lag. Der hier hat eine Waffe!" Er hob Simons Dienstwaffe in die Höhe, so dass Millers sie sehen konnte.
Glücklicherweise hatte der Sentinel das Telefon in das Handschuhfach gelegt, so dass es nicht entdeckt wurde.
Na, dann haben wir ja Glück gehabt, dass wir sie noch erwischt haben, was Bob?", gab Millers nur erfreut zurück, durchsuchte Jim und fand schnell seine Dienstwaffe und die Pistole, die der Sentinel Connell abgenommen hatte. Millers lachte nur leise und schob Jim unsanft in Richtung Eingang.
Wolltet ihr etwa abhauen? Oder habt ihr etwa geglaubt, ihr könntet da drinnen was gegen uns unternehmen?", fragte Bob sarkastisch. Ihr habt uns ja vorhin ganz schön überrascht... aber Millers und ich sind hart im Nehmen."
Jim schnaubte und ging langsam weiter auf den Eingang zu, der jetzt von weiteren zwei bewaffneten Männern geöffnet wurde.
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Der Detective und der Captain wurden in das Hauptzelt gebracht wo zu ihrem Erstaunen fast alle anderen Mitspieler versammelt waren. Sie saßen auf dem Boden und wurden von bewaffneten Männern in Schach gehalten. In einer Ecke saßen mehrere verwundete Männer und die Frauen die sich unter ihnen befunden hatten.
Jim hatte bisher zwölf bewaffnete Männer gezählt.
Ihnen wurde befohlen, sich zu den anderen zu setzen und zu warten.
Hoffen wir nur, dass Sandburg okay ist", sagte nun Simon nachdem er sich neben Jim gesetzt hatte...
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Connell lief mit dem noch immer bewusstlosen Blair durch den Wald in Richtung Zentrale. Wenn sie seinen Partner inzwischen erwischt hatten wollte er den Gesichtsausdruck dieses Idioten sehen, wenn er mit seiner Beute" im Zelt ankam. Es würde eine Freude für ihn sein, diesen Jungen vor den Augen seines Freundes zu töten. Er musste nur noch den Commander um Erlaubnis für die Tötung fragen... aber er hatte keine Bedenken, dass er sie durchführen durfte. Wieder huschte ein böses Grinsen über sein Gesicht und er beschleunigte seine Schritte.
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Haben Sie von all dem denn gar nichts gehört, Jim?"
Nein. Meine Sinne spielen irgendwie verrückt, Simon. Ich kann meinen Gehörsinn nicht richtig kontrollieren und fühle mich auch ansonsten nicht besonders gut."
Vielleicht habe ich Sie angesteckt", meinte Simon beiläufig. Doch für Jim klang das einleuchtend.
Er sah interessiert auf, als erneut jemand das Zelt betrat.
Sofort sprang er auf.
Es war der Mann, den er niedergeschlagen hatte und dieser hatte Blair dabei. Sein Guide war bewusstlos und hing über den Schultern dieses Mannes, der ihn jetzt unsanft direkt vor Jim auf den Boden fallen ließ.
Dann drehte er sich um und sah Jim voller Genugtuung an.
Hey Partner!", sagte er sarkastisch.
Jim trat einen Schritt näher und packte Connell am Kragen.
Was hast du mit ihm gemacht?", schrie er ihn an. Sofort kamen zwei Wachen herbei gelaufen und zielten auf ihn. Jim ließ den Mann los und trat einen Schritt zurück. Simon war inzwischen auch aufgestanden und legte dem Sentinel eine beruhigende Hand auf die Schulter.
Connell grinste und antwortete: Ich habe dein Häufchen Elend hier im Wald aufgelesen, Partner. Aber glaube mir, ich werde noch meinen Spaß mit ihm haben." Lachend wandte der Mann sich ab und ging in einen Nebenraum des Zeltes.
Jim, setzen Sie sich wieder", sagte Simon besänftigend. Die Wachen richteten immer noch ihre Waffen auf sie.
Jim tat was Simon ihm geraten hatte und beugte sich über Blair. Er drehte ihn auf den Rücken und strich ihm einige Locken aus dem Gesicht. Sein Guide war immer noch bewusstlos und hatte nun hohes Fieber.
Dieser Mistkerl!", schimpfte Jim, während er Blairs Wunde untersuchte.
Blutet es wieder?", fragte Simon, der den jungen Anthropologen schockiert ansah.
Nein."
Gott sei Dank."
Wir müssen ihn versorgen. Ich brauche frisches Wasser. Die Wunde hat sich bereits infiziert."
Jim, sehen Sie doch mal da rüber. Keiner der Verletzten wird hier versorgt. Ich befürchte, es ist diesen Männern völlig egal, was aus ihnen wird."
Der Sentinel seufzte und schaute sich frustriert um. Simon hatte recht.
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Einige Minuten später betrat ein Mann in Militärkleidung das Zelt.
Soldaten", sagte er laut und bestimmt. Schön, Sie hier alle versammelt zu sehen."
Was soll das ganze?", rief ein Mann aus der Menge.
Ich werde Ihnen jetzt alles erklären. Also verhalten Sie sich ruhig. Wir sind hier, weil wir es für richtig halten, dieses Paintball" nicht weiter zu dulden. Erwachsene Menschen beschießen sich mit Farbkugeln, obwohl Tausende Mitbürger ihr Leben in echten Kriegen aufs Spiel setzen."
Das ist doch Unsinn!", rief wieder jemand.
Es herrscht immer Krieg!", rief der Mann erbost. Wir haben beschlossen, dass es an der Zeit ist, Ihnen zu zeigen, wie sich echte Soldaten fühlen. Wir werden heute Abend einen kleinen Krieg führen, meine Herren."
Jim schüttelte den Kopf. Dieser Mann war größenwahnsinnig. Und er fragte sich, warum er mit Blair immer in solche Situationen geraten musste...
Um Punkt 8:00 heute Abend werden wir uns auf dem Feld versammeln und dann haben Sie Zeit auszuschwärmen. Sie sind für uns Freiwild, Gentlemen. Wer eine Stunde überlebt, darf gehen." Mit diesen Worten drehte der Mann sich um und wollte das Zelt verlassen. Unter den Leuten brach lautes, panikhaftes Gemurmel aus.
Jim sprang wieder auf.
Warum haben Sie diese Leute angeschossen?", rief er laut.
Der Mann drehte sich wieder um und starrte Jim an. Dann sah er auf den leblosen Körper von Blair Sandburg.
Wir haben im Vorfeld sortieren müssen. Wir brauchen keine Schwächlinge in unserer Armee."
Sie sind verrückt!", sagte Jim vorwurfsvoll. Dieser Mann ist einer der Besten! Er hatte eine Chance verdient! Wie können Sie nur so überheblich sein und aussortieren"?"
Jims ganze Verachtung für dieses Vorhaben hier war aus seinen Worten heraus zu hören.
Er ist zu klein", war alles, was der Commander" antwortete, bevor er sich dann endgültig umdrehte und das Zelt verließ. Jim wollte ihm hinterher stürmen, wurde jedoch von Simon zurück gehalten.
So ein Schweinehund!", schrie er wütend.
Jim! Beruhigen Sie sich. Das ist es nicht wert! Wollen Sie erschossen werden?"
Langsam setzte sich der Sentinel wieder, beruhigte sich aber nicht. Simon versuchte es erneut.
Hören Sie, Taggert wird vor acht Uhr hier sein! Zu diesem Krieg" wird es nicht kommen. Wir werden das schon schaffen... verhalten wir uns einfach ruhig und versuchen wir, Sandburg so gut wie möglich zu versorgen, bis die Verstärkung hier eintrifft."
Ellison sah ein, dass der Captain recht hatte und wandte sich wieder seinem Guide zu.
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"Commander?"
Der stattliche Mann drehte sich um.
"Was gibt es, Soldat?"
Connell salutierte vor seinem Befehlshaber.
"Ich möchte Sie um die Erlaubnis einer Tötung bitten, Sir."
"Und wen?"
"Den Partner dieses Cops da drinnen."
"Welcher Cop?", fragte der Commander erstaunt.
"Dieser Mann, der Sie soeben angeschrien hat, Sir."
"Ach ja? Und sein dunkelhäutiger Freund?"
"Ist ebenfalls ein Cop. Ich habe es von Millers erfahren. Sie haben die beiden auf dem Parkplatz erwischt. Sie wollten abhauen."
"Interessant... es wird sicher lehrreich werden, heute Abend", sagte der Commander nachdenklich. "Die Erlaubnis der Tötung wird Ihnen verweigert, Soldat. Warten Sie noch einige Stunden, dann können Sie sich die Kugel sparen. Der Schwächling wird nicht mehr lange durchhalten."
"Aber...", begann Connell.
"Soldat!", schrie der Commander sofort dazwischen. "Ich habe Ihnen soeben einen klaren und deutlichen Befehl erteilt. Sollten Sie noch einmal meine Befehle missachten werde ich Sie heute Abend als Freiwild an der Jagd teilnehmen lassen. Haben Sie mich verstanden?"
Connell schluckte trocken und antwortete leise: "Ja, Sir."
Daraufhin drehte sich der Commander um und ging in sein Zelt.
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"Diese Gruppe ist völlig größenwahnsinnig, Simon."
"Ich weiß, Jim. Aber wir können hier leider gar nichts ausrichten. Wir müssen einfach warten, bis Taggert hier auftaucht und das ganze hier auffliegen lässt."
"Die Zeit haben wir aber vielleicht nicht, Sir. Ich kann nicht sagen, wie lange Sandburg noch durchhält. Und dieser Connell wird ihn nicht in Ruhe lassen. Das ist sicher."
Simon nickte. "Der Mann sinnt auf Rache."
Jim sah auf, als plötzlich eine junge Frau auf sie zugelaufen kam. Er hatte bemerkt, dass sie angefangen hatte, sich um andere Verletzte zu kümmern.
"Wie geht es Ihrem Freund?", fragte sie sofort.
"Nicht sehr gut", antwortete Jim.
"Ich bin Maureen Collins. Ich arbeite im Krankenhaus."
"Sehr gut", sagte Jim erfreut.
"Ja, aber ich bin nur an der Aufnahme tätig... und ohne die nötige Ausrüstung kann ich hier keinen richtig versorgen."
"Sie sind also keine Krankenschwester?", fragte Simon enttäuscht.
"Nein, aber ich sehe täglich, wie mit verwundeten Menschen umgegangen wird. Ich wollte nur helfen, Sir."
"Schon gut", beschwichtigte Jim. "Ich danke Ihnen, Maureen. Ich habe auch eine medizinische Grundausbildung und ich bin sicher, dass wir zusammen die Leute stabilisieren können."
"Gut. Dann versorgen wir jetzt Ihren Freund so gut es geht und danach möchte ich Sie bitten, sich einen Mann dort drüben anzusehen."
Jim nickte und sie machten sich an die Arbeit. Maureen hatte eine Flasche mit Wasser in der Seitentasche ihrer Tarnhose und begann, Blairs Wunde mit einem Stück Stoff vorsichtig zu reinigen. Jim hatte recht behalten - die Wunde hatte sich bereits entzündet und erklärte das hohe Fieber des Jungen. Nachdem sie mit dem Säubern fertig waren, zog Jim sein T-Shirt, das er unter der Jacke und einem leichten Pullover trug, aus und riss es in kleine Streifen. So verbanden sie notdürftig Blairs Wunde.
Jim bat Simon, bei Blair zu bleiben und ging danach mit Maureen zu den anderen Verletzten. Die Wachen betrachteten sie nur lächelnd. Einer kam sogar herüber und meinte, dass die Arbeit unnötig wäre... sie würden sowieso alle sterben.
Doch die beiden ließen sich davon nicht beeindrucken, sondern versorgten die restlichen Verwundeten so gut wie möglich. Ein junger Mann war sogar bereits seinen Verletzungen erlegen. Jim konnte das alles hier nicht fassen.
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Simon schaute immer und immer wieder auf seine Uhr. Zwei Stunden waren vergangen, seitdem sie Taggert alarmiert hatten. Und jetzt war es kurz nach fünf Uhr nachmittags. Das Rettungsteam würde vor acht Uhr eintreffen. Da war er sich sicher.
Er beugte sich wieder über Blair und überprüfte seinen Puls. Er wurde langsam immer schwächer und der Junge atmete ziemlich flach.
Simon seufzte. Er hoffte, dass die Verstärkung bald eintreffen würde. Auch er selbst fühlte sich krank, doch wenn er all die verwundeten Menschen hier ansah, schämte er sich selbst ein wenig für seine eigenen, eigentlich harmlosen Symptome. Wenn er doch nur an der Jagd teilgenommen hätte... vielleicht hätte er mit Jim zusammen all das verhindern können. Dass Jims Sinne gerade jetzt nicht richtig funktionierten, erschwerte ihre Situation. Sie konnten nicht abschätzen, was draußen vor dem Zelt vor sich ging oder wann genau Taggert hier eintreffen würde...
Plötzlich riss ein leises Stöhnen den Captain aus seinen Gedanken.
Er blickte hinunter auf Sandburg und sah, wie dieser langsam aufwachte.
Er kniete sich vor ihn und legte ihm seine Hand auf den Arm.
"Sandburg. Können Sie mich hören?", fragte er sanft.
Der Junge schlug die Augen auf und blinzelte einige Male, um sich an die plötzliche Helligkeit zu gewöhnen.
"Simon?", krächzte er.
"Ja... bleiben Sie ruhig liegen. Bewegen Sie sich nicht, hören Sie?"
"Heiß... Durst."
"Ich weiß, Blair, ich weiß. Ich werde versuchen, etwas Wasser für Sie zu holen, okay?" Die Augen des jungen Anthropologen waren schon wieder geschlossen, doch Simon war sich sicher, dass er noch wach war.
Er stand auf, hob seine Hände in die Luft, als sich eine Wache nach ihm umdrehte, und ging langsam zu Jim und Maureen hinüber.
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"Simon! Was ist?", fragte der Detective sofort besorgt.
"Blair ist aufgewacht."
"Was?" Jim lief sofort in die Richtung los, wo Blair die ganze Zeit lag.
"Langsam, Jim! Vergessen Sie die Wachen nicht. Seien Sie vorsichtig!"
Doch der Sentinel ließ sich nicht sonderlich beeindrucken und lief hinüber zu seinem Partner.
Simon wandte sich an Maureen.
"Kann ich bitte etwas von Ihrem Wasser für Sandburg haben?"
"Ist das sein Name?" Sie blickte hinüber auf Blair.
"Ja..."
Maureen reichte dem größeren Mann ihre Trinkflasche und teilte ihm mit, dass sie sie aber bald wieder benötigen würde.
Simon versicherte ihr, sie gleich wieder zurückzubringen und ging selbst auch hinüber zu Ellison und Sandburg.
Als er näher kam sah er, dass der Detective leise mit seinem Freund sprach und Blair hin und wieder nickte.
Langsam trat er näher und kniete sich neben die beiden.
Hier." Er reichte Ellison die Trinkflasche, der sie dankbar annahm.
Der Sentinel hob den Kopf seines Partners leicht an und ließ ihn trinken. Doch schon nach zwei Schlucken begann Blair zu husten und Jim nahm die Flasche wieder weg.
Ganz ruhig. Versuchen Sie ruhig zu atmen", sagte er immer wieder.
Im nächsten Moment stand auch schon eine Wache vor den dreien.
Was ist? Soll ich ihn für euch erlösen?"
Jim stand sofort auf. Wenn du Schwein diesen Mann auch nur anrührst, werde ich dich mit meinen bloßen Händen töten!"
Der Soldat lächelte nur müde und zuckte mit den Schultern. Wenn du meinst... dieser Kerl ist den ganzen Ärger nicht wert."
Daraufhin drehte er sich um und lief wieder in den hinteren Teil des Zeltes.
Jim beugte sich wieder hinunter zu Blair, der inzwischen wieder zur Ruhe gekommen war.
Alles klar?", fragte er besorgt.
Ja...", kam leise die Antwort.
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Simon nahm sich seinen Detective zur Seite und fragte leise: Was haben Sie Sandburg vorhin gesagt?"
Ich habe ihm mitgeteilt, dass wir Taggert verständigt haben. Und dass er sich ruhig verhalten soll, wenn das ganze hier los geht."
Was meinen Sie? Wenn das Rettungsteam eintrifft?"
Oder falls wir zu dem Spiel" nach draußen müssen..."
Jim, die Verstärkung wird vor acht Uhr hier eintreffen. Da bin ich sicher."
Ich hoffe es..." Ein Knall unterbrach seine Worte und Sekunden später hörte man erneut Schüsse.
Die beiden Polizisten sahen sich an und gingen in Deckung.
Sekunden später wimmelte es im ganzen Zelt von Swat-Teams und bewaffneten Beamten. Sie waren den Wachen gegenüber deutlich in der Überzahl doch diese wehrten sich eisern gegen die Eindringlinge.
Jim und Simon sprangen auf und stürzten sich auf die ihnen am nächsten stehenden Wachen und rissen sie zu Boden.
Auch andere Mitgefangene taten es Ihnen gleich. Nach einigen Minuten hatten sie die Männer endlich entwaffnet. Draußen hörte man hier und da noch Rufe oder Schüsse, doch nach cirka fünf Minuten war alles vorüber.
Taggert kam zu seinen Kollegen herüber gelaufen, nachdem er sie entdeckt hatte.
Alles in Ordnung?", fragte er.
Jim nickte.
Ja, aber wir müssen diese Leute so schnell wie möglich ins Krankenhaus schaffen." Er zeigte auf Sandburg und die anderen Verletzten in der Ecke des Zeltes.
Draußen stehen mehrere Wagen bereit. Wir sind gleich zurück."
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Jim betrat Blairs Krankenzimmer und freute sich, seinen Partner dieses Mal deutlich erholter im Bett sitzen zu sehen.
Hey, war ein tolles Geburtstagsgeschenk, was Chief?", fragte er verschmitzt.
Sandburg sah auf und nickte seinem Freund zu.
Ja, man! Zwei kostenlose Tage im Krankenhaus mit sämtlichen Tests und Schmerzen sind echt ein tolles Geschenk."
Und, was sagen die Ärzte?"
Mein Fieber ist heute morgen gesunken und ich kann vielleicht schon morgen entlassen werden." Gut", sagte Jim erleichtert. Er hatte die ganze letzte Nacht nach der Operation am Bett seines Guides verbracht bis dieser heute morgen endlich wieder zu sich kam. Danach hatte man ihn aus dem Zimmer geschickt und die Ärzte hatten diverse Tests an ihm vorgenommen.
Aber er war erleichtert, dass Sandburg jetzt schon wieder ganz der Alte zu sein schien. Er war zwar noch blass und sicher hatte er Schmerzen, doch wenn er schon wieder Witze reißen konnte, war er auf dem Weg der Besserung.
Und wie lange müssen Sie danach noch zu Hause bleiben, Chief?"
Tja Jim... Sie werden mich mal wieder volle zwei Wochen bedienen dürfen."
Ah ja? Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie eine Schusswunde in der Schulter, richtig?"
Jep."
Und wenn ich mich dann weiter recht erinnere, werden Sie in cirka vier Tagen wieder ganz auf den Beinen sein und nichts weiter als eine Armschlinge tragen... also hat sich die Bedienung dieses Mal erledigt."
Er lachte seinen Freund an und freute sich über seinen Triumph.
Na ja Jim... dann freuen Sie sich mal auf die nächsten vier Tage. Ich werde sie nutzen!", gab Blair genauso triumphierend zurück.
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Nachdem Jim sich von Blair zu einem Frühstück hatte überreden lassen, war er jetzt auf dem Weg zur Cafeteria des Krankenhauses. Er hatte seinem Guide versprochen, ihm etwas frisches Obst mit aufs Zimmer zu bringen und er musste zugeben, dass er sich selbst jetzt auch auf einen guten Kaffee freute. Kurz vor der Cafeteria wurde ihm jedoch schwindelig und er beschloss, lieber mal in die Toilettenräume zu gehen und sich mit etwas kaltem Wasser zu erfrischen. Er hatte letzte Nacht nicht geschlafen... sicher war das der Grund für seinen plötzlichen Gesundheitsumschwung. In der Toilette begann er zu niesen.
Oh nein!", sagte er zu sich selbst. Wenn Simon recht behielt, dann hatte er sich doch bei ihm angesteckt.
Der Sentinel hatte Sandburg nichts von seinen verminderten Sinnen erzählt, da er ihn nicht unnötig beunruhigen wollte und außerdem empfand er diese Phase der Normalität" nicht als bedrohend. Er hätte Sandburg fragen können, doch er wollte erst noch abwarten.
Dass alles nur von einer Erkältung herrührte, war möglich. Er verließ langsam die Toilettenräume.
Im Flur traf er auf Simon.
Guten Morgen, Jim", grüßte dieser freundlich.
Hey..", war alles, was der Sentinel erwiderte.
Sie sehen nicht gut aus. Haben Sie etwa Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Schnupfen und Übelkeit?"
Genervt schaute der Detective seinen Chef an.
Also ja!", sagte dieser lachend. Glauben Sie mir, in zwei Tagen ist es wieder vorbei, Jim. Nur ein harmloser kleiner Virus!"
Also geht es Ihnen wieder gut, Sir?"
Ja! Ich habe heute Morgen ein Riesenfrühstück verdrückt und danach fühlte ich mich wie neu geboren."
Schön für Sie...", antwortete Jim verschnupft und verschwand wieder in der Toilette.
Der Captain lachte leise, schüttelte den Kopf und machte sich auf den Weg zu Sandburgs Zimmer.
Er wusste, dass der Junge heute Morgen aufgewacht und auf dem Weg der Besserung war. Auch er hatte die ganze Nacht mit Jim im Krankenhaus verbracht und sich dann von seinem Detective überreden lassen, nach Hause zu fahren und ein wenig zu schlafen, nachdem die Ärzte mit ihrer Visite begonnen hatten.
Diesem Rat war er dann gefolgt und er fühlte sich jetzt wirklich wieder ausgeruht und gesund.
Er klopfte an Tür 307 und wartete, bis Sandburg von drinnen `Herein` rief. Lächelnd betrat er das Zimmer.
Sandburg! Wie ich höre, bandeln Sie schon wieder mit den Schwestern an, was?"
Blair lächelte. Von wem haben Sie denn das schon wieder gehört? Sie werden mich doch nicht verraten, oder?"
Keinesfalls!" Der ältere Mann kam ans Bett und klopfte Sandburg freundschaftlich auf den Oberschenkel.
Schön, dass es Ihnen wieder besser geht!", sagte er ehrlich.
Danke Simon."
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Eine Woche später flitzte Blair mit Armschlinge durch das Loft und war gerade dabei, das Mittagessen vorzubereiten.
Sandburg!", rief es aus dem Wohnzimmer.
Blair verdrehte seine Augen in Richtung Zimmerdecke und antwortete: Ja, Jim. Ich bringe Ihnen sofort Ihre Taschentücher!"
Als er mit einer riesigen Packung ins Wohnzimmer hinüber lief, hörte er seinen Freund fluchen:
Zwei Tage! Zwei Tage!" Der Sentinel nieste. Ich glaube, ich werde Simon erwürgen."
Blair lachte leise und setzte sich zu Jim auf die Couch, auf der dieser lag.
Sehen Sie es positiv, Jim. Sie mussten mich nicht bedienen."
Ja, das war aber auch das einzige Gute...", gab dieser beleidigt zurück.
Na ja..." Blair stand wieder auf und ging zurück in die Küche, wo gerade das Nudelwasser am Überkochen war. ... Simon musste uns dafür beide bedienen! Ist das nicht eine Entschädigung?"
Er hörte Jim leise lachen. Ja, Chief! Das war es wert! Was halten Sie davon, wenn wir ihn anrufen und ihm sagen, dass es Ihnen heute wieder viel schlechter geht und jemand unsere Wohnung putzen müsste?"
Eine großartige Idee, man!", antwortete Blair und ging grinsend hinüber zum Telefon.
-Ende-
Ich hoffe, euch hat die Story ein bisschen gefallen und bedanke mich für das Lesen J
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