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Note: This story is dedicated to a very good friend of
mine, who... inspired this one, in some way... You know who you are.J
J
Note #2: Thanks to D.L. for letting me "borrow" Dr. Cuthbertson
and Sadie Farmsworth. They are hers.
Der Sentinel
- Emergency -
by Franziska (May/June 2000)
"Jim, was ist los?", fragte Blair seinen Freund, als dieser völlig
bleich aus dem Badezimmer kam. "Geht es Ihnen nicht gut?"
"Mir ist nur etwas übel, und ich habe etwas Bauchschmerzen. Wahrscheinlich nur was Falsches gegessen."
Blair befühlte Jims Stirn, und spürte die ungewöhnliche Wärme unter seiner Hand. "Sie haben Fieber. Ich rufe Simon an, und sage ihm Bescheid, dass Sie heute nicht zur Arbeit erscheinen werden. Vielleicht habe Sie’ne Magen – Darm – Grippe. Sie müssen ja nicht gleich das ganze Departement anstecken."
"Sandburg, mir geht es gut."
"Keine Widerrede." Ohne Jim noch eine Chance zu geben, ihm zu widersprechen, griff er nach dem Telefon und wählte Simons Nummer.
"Banks", erklang es am anderen Ende der Leitung.
"Simon, hier ist Blair. Jim wird heute nicht kommen. Er ist krank. Wahrscheinlich nur’ne Magen – Darm – Grippe."
"Gut. Sie können ihm sagen, dass ich ihn heute nicht hier sehen will. Wünschen Sie ihm gute Besserung von mir."
"Okay, Captain. Bis morgen dann." Nachdem er das Gespräch beendet hatte, wandte Blair sich wieder seinem Partner zu. "Simon..."
"Ja ich weiß. Simon will mich nicht in seinem Büro sehen. Ich habe mitgehört."
"Oh. Hab ich vergessen. Legen Sie sich hin, Mann. Ich mache Ihnen einen Tee. Ich werde heute nicht an die Uni gehen."
"Nein, Häuptling. So schlecht geht’s mir nicht. Ich weiß, dass Sie einige wichtige Vorlesungen heute halten müssen. Gehen Sie."
"Sind Sie sicher?"
"Ja, Mann."
"Okay. Aber ich rufe Sie jede Stunde an."
"Ja, Mama. Ich werde brav hier bleiben."
~~~~~
Circa zehn Stunden später...
Erschöpft öffnete Blair die Tür zum Loft. Der Tag an der Uni war heute ziemlich anstrengend gewesen. Fünf Stunden hintereinander hatte er Vorlesungen gehalten, eine nach der anderen. Dann hatte er Pause, und dann wieder drei Stunden. Jetzt würde er sich noch um Jim kümmern, und sich dann dankbar dem Schlaf hingeben. Nachdem er seinen Rucksack und seine Jacke in die Ecke neben der Tür geschmissen hatte, fiel sein Blick auf einen *sehr* blassen Jim, der soeben aus dem Bad kam.
"Oh mein Gott, Jim. Sie sehen furchtbar aus."
"Danke für das Kompliment."
Im nächsten Moment stand Blair auch schon neben Jim, um ihn auf dem Weg zur Couch zu stützen. Auch ohne Sentinel Fähigkeiten konnte er die Hitze spüren, die von seinem Freund ausging.
"Sie glühen ja. Wann ist das Fieber so gestiegen?"
"Ich glaube in der letzten Stunde."
"Ich hole Ihnen ein paar Tabletten gegen das Fieber."
"Lassen Sie es. Ich würde sie sowieso nicht in mir drin behalten."
"Wie oft haben Sie sich heute übergeben?"
"Keine Ahnung. Mehrmals"
"Okay, das reicht. Ich rufe einen Krankenwagen. Sie können ja kaum noch auf eigenen Beinen stehen." Blair sah schon den entnervten Blick in Jims glasigen Augen. "Nein, diesmal dulde ich keinen Widerspruch. Sie sehen nicht gut aus, ich glaube nicht mehr an eine Magen – Darm – Grippe. Vielleicht ist es was Ernstes." Blair wählte 911, orderte einen Krankenwagen, und war dann wieder an Jims Seite. Dieser hatte sich inzwischen hingelegt. Wenn Jim sich freiwillig hinlegt, dann muss es was Ernstes sein. Ich hätte hier bei ihm bleiben sollen, anstatt in die Uni zu gehen. "Was machen denn die Schmerzen in der Bauchgegend?"
"Sie sind etwas schlimmer geworden."
"Wo tut es denn weh?" Jim zeigte auf die rechte untere Hälfte seines Bauches.
"Jim, das ist keine Magenverstimmung. Ich bin mir sicher, dass das eine Blinddarmentzündung ist. Ich wusste doch, dass ich Sie sofort zu einem Arzt bringen sollte!"
~~~~~
"Mrs. Farmsworth, wie geht es Jim?" Sadie Farmsworth arbeitete in der Aufnahme der Notfallstation im Cascade Hospital. Sie war inzwischen gut bekannt mit Jim, Blair und Simon, da früher oder später immer mindestens einer von den dreien hier ankam. Sie hatte deshalb immer die Akten der drei griffbereit liegen.
"Er ist jetzt im OP. Nach einem Ultraschall hat sich die Vermutung bestätigt. Es ist tatsächlich eine Blinddarmentzündung. Es ist nur ungewöhnlich für einen Mann in seinem Alter. Normalerweise treten Blinddarmentzündungen hauptsächlich in den ersten drei Lebensjahrzehnten auf. Aber es kommt schon mal vor, dass man später auch noch daran erkrankt. Kommen Sie, ich hole Ihnen einen Kaffee, und dann setzen Sie sich hin. Ich benachrichtige solange Simon. Okay?"
"Ja. Danke."
Dankbar nahm Blair das heiße Getränk entgegen und ließ den ersten Schluck ganz langsam die Kehle hinunterrinnen. Die letzte halbe Stunde war die Hölle gewesen. Die Ärzte haben Jim sofort in einen Untersuchungsraum geschafft, und Blair hatte keine Ahnung, was wirklich los war. Von Mrs. Farmsworth hatte er jetzt zum ersten Mal was Handfestes gehört. Jetzt, wo er wusste, was los war, konnte er sich auch endlich in Ruhe setzen und abwarten. Sie hatten schon Schlimmeres überstanden. Nach einer Weile hörte er bekannte Schritte auf ihn zukommen. Er brauchte nicht aufzublicken, um zu wissen, dass es Simon war.
"Blair, was ist los?" Captain Banks setzte sich auf den Stuhl neben Blair. Obwohl er es niemals zugeben würde, sah Blair in Simons Augen, dass dieser sehr besorgt um Jim war. "Gab es einen Autounfall, oder was?"
Bei dieser Vermutung von Simon musste Blair lächeln. "Nein, obwohl das bei Jims Fahrweise wirklich an ein Wunder grenzt. Nein, ich hatte Ihnen doch heute früh gesagt, dass Jim krank sei. Nun ja, es war keine Magen – Darm – Grippe, sondern eine Blinddarmentzündung. Er wird gerade operiert."
Mit einem Nicken nahm Simon den Bericht entgegen, um nur wenige Sekunden später in ein Lachen auszubrechen. Diese Reaktion irritierte Blair jetzt vollkommen.
"Was ist denn jetzt los, Simon?"
"Jim. Der "Supercop" mit der höchsten Rate an gelösten
Fällen, mit einem Award ausgezeichneter Detective, derjenige, der selbst die
härtesten Killer schnappt erliegt einer Blinddarmentzündung. Vielleicht lassen
wir das in der Zeitung bekannt machen, um Verbrechen vorzubeugen. Ich meine,
alle Typen aus den dunklen Vierteln Cascades werden wohl eher mit Lachen
beschäftigt sein."
Jetzt musste auch Blair lachen. Ja, der "große Detective" wurde von
seinem eigenen Körper schachmatt gesetzt. Schon eine komische Vorstellung.
"Lassen Sie das aber nicht Jim hören, Simon. Sie wissen doch, wie
verletzlich sein Stolz ist."
"Ja, genauso zerbrechlich wie sein Pickup. Der angebliche ‚Klassiker’."
"Waren Sie schon mal in so einer ländlichen ‚Stadt’? Da, wo es kaum irgendwelche moderne Technik gibt, und jeder sein Essen noch selbst anbaut? Die Leute dort fahren auch solche Pickups wie Jim. Vielleicht sollten wir ihm zu seinem nächsten Geburtstag ’ne Farm schenken, oder wenigstens ein kleines Schweinchen."
"Ja, da hätten wir endlich eine Verwendung für sein ‚Auto’ gefunden." Plötzlich hielt Simon inne.
"Was ist?"
"Hey, meinen Sie, Jim kann uns hören?"
"Unter Narkose? Nee."
"Aber Sie sagten doch selbst, dass er weniger empfindlich gegenüber Betäubungsmitteln sein kann. Vielleicht kann er ja doch noch was hören."
"Tja, wir werden ihn wohl nachher fragen müssen. Wenn er’s gehört hat, haben wir genug Zeit, in einen anderen Staat zu ziehen. Was ist Simon, teilen wir uns die Miete?"
"Wie wär’s mit Massachusetts?"
"Ja, das dürfte weit genug weg sein."
Eine Weile lang saßen sie vor sich hin grinsend da, bis Blair Dr. Mandy Cuthbertson kommen sah. Dr. C – wie sie von Jim, Blair und Simon genannt wurde – hatte Jim in der Vergangenheit schon öfters behandelt. Sie wusste, dass er manchmal ungewöhnlich auf Medikamente oder Schmerzen reagierte. Manchmal schien er absolut unempfindlich gegenüber Schmerzen zu sein, das andere Mal konnte ihn schon eine Spritze aus der Fassung bringen. Sie wusste auch von seinen Allergien gegenüber bestimmten Stoffen. Obwohl sie inzwischen in der Forschungsabteilung des Krankenhauses arbeitete – sie wollte rausfinden, ob es noch mehr Menschen wie Jim gab – war sie immer sofort zur Stelle, wenn er eingeliefert wurde, was auch immer es war.
Blair stand auf, um die Ärztin zu begrüßen. "Dr. C. Hi. Haben Sie Jim operiert?"
"Ja. Er ist jetzt auf seinem Zimmer – Raum 403. Er hätte eigentlich schon wesentlich früher hier eingeliefert werden müssen. Eine halbe Stunde später, und es wäre zu einem Durchbruch gekommen."
"Ist er wach?"
"Nein noch nicht, er müsste aber jeden Moment aufwachen. Wir haben ihn an einem Tropf mir Demerol – das ist ein Schmerzmittel. Da ich weiß, wie schnell Medikamente bei ihm die Wirkung verlieren, kann er es selbst dosieren – das heißt, wenn er es überhaupt braucht. Aber jetzt: Gehen Sie zu ihm, Sandburg. Bevor er aufwacht. Ich weiß, wie sehr sie beide verbunden sind."
"Danke, Dr.C."
"Ich bleibe hier. Sagen Sie mir Bescheid, wenn er wach ist, Sandburg", mischte sich Simon in das Gespräch mit ein.
"Ja, selbstverständlich."
~~~~~
"Jim, ich bin’s. Wachen Sie langsam auf, aber vorsichtig, Sie könnten Schmerzen haben." Sandburg saß an Jims Krankenbett uns sprach sanft zu ihm. Jim würde jeden Moment aufwachen, und Blair wollte nicht, dass er vielleicht dachte, er wäre allein. Er fühlte, wie Jim langsam unruhig wurde, und wieder zu Bewusstsein kam. Langsam öffnete der Sentinel seine blauen Augen und blickte in die – noch blaueren – Augen seines Gegenübers.
"Hey, Blair."
"Jim. Das tut mir ja alles so leid. Ich hätte Sie nicht alleine lassen dürfen. Ich hätte nicht zur Uni gehen dürfen."
"Danke, mir geht es gut", antwortete Jim leicht belustigt auf diese Tirade von Schuldgefühlgeständnissen. Aber Blair ließ sich davon überhaupt nicht irritieren.
"Wenn ich nur eine halbe Stunde später gekommen wäre, wer weiß, vielleicht lägen Sie dann jetzt mit einer Bauchfellentzündung auf der Intensivstation."
Der Junge tut ja so, als wäre er dafür verantwortlich. Jim fasste Blair fest an den Schultern und schaute ihm tief in die Augen. "Blair. Hören Sie auf damit. Es ist nicht Ihre Schuld. Verstanden?"
"Was? Oh. Tut mir leid..."
"Oh nein, keine weiteren Entschuldigungen", wurde Sandburg von Jim unterbrochen.
"Entsch... Oh. Wie geht es Ihnen?"
"Ganz gut. Aber Sie sehen blass aus."
"Das ist nur die Aufregung der letzten paar Stunden. Glauben Sie mir, mir geht es gut."
"Oh nein. Sie haben leicht erhöhte Temperatur und Ihr Puls geht auch etwas schneller also sonst. Sie lassen sich gleich von Dr. C mal durchchecken. Ich werde Ihr Bescheid sagen, sobald sie hier zur Visite vorbeikommt."
Blair wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen, als ihm einmal mehr bewusst wurde, dass er hier sozusagen einem "menschlichen Lügendetektor" gegenüber saß.
"Okay, okay. Ich hätte ja sowieso keine Chance gegen Ihre Sturheit."
"Richtig."
In diesem Moment betrat Dr. Mandy Cuthbertson zur Visite das Zimmer. "Sandburg, würden Sie bitte draußen warten? Sie kennen die Prozedur ja."
"Ja, klar. Ich warte."
~~~~~
Nachdem Jim die Visite hinter sich gebracht hatte, wandte er sich an die Ärztin. "Dr. C. ich hätte da eine Frage und eine Bitte."
"Schießen Sie los."
"Wann werde ich entlassen?"
"Sie meinen, wenn Sie sich nicht wieder selbst entlassen?"
"Keine Angst, bis jetzt habe ich noch keine Pläne in der Richtung."
"In anderthalb Wochen. Normalerweise machen wir das ja endoskopisch, aber bei Ihnen war aufgrund der späten Diagnose das Risiko von Komplikationen zu hoch."
"Gut. Könnten Sie dann bitte noch nach Sandburg sehen? Ich glaube, er hat etwas Fieber."
"Ja, mache ich doch gerne", versicherte sie mit einem Lächeln. "Ich komme dann morgen wieder vorbei, Detective."
"Okay."
~~~~~
"Hi, Simon", begrüßte Jim seinen Captain. "Wo haben Sie Sandburg gelassen?"
"Nun ja, die Untersuchung hat ergeben, dass er auch einen entzündeten Blinddarm hat. Er müsste jeden Moment auf einem dieser Rollbette hier rein gebracht werden. Die Ärzte wollen ihn in zwei Stunden operieren. Aber seien Sie vorgewarnt: Er ist nicht gerade glücklich über diese Nachricht."
"Ich wusste ja, dass Guide und Sentinel irgendwie verbunden sind, aber Blair muss es ja auch nicht gleich übertreiben."
"Tja, er macht eben keine halben Sachen."
"Ja, das ist wohl war. Aber so kann er wenigstens nicht ständig an meinem Bett sitzen und mich füttern wollen."
"Blair nicht. Aber ich bin auch noch da. Schon vergessen?"
Für diesen Kommentar erntete er einen entsetzten Blick von Jim. "Oh nein, Simon. Sie haben doch nicht vor, Blairs Rolle zu übernehmen?"
"Wenn der Guide verhindert ist, muss doch jemand auf den Sentinel aufpassen, oder nicht?"
"Fragen Sie Sandburg. Er kommt schon."
In diesem Moment kam auch schon eine Schwester mit Blair auf einem Rollbett in das Zimmer. Nachdem die Schwester das Zimmer wieder verlassen hatte, wandte sich Sandburg Jim zu. "Jim. Sie müssen das verhindern. Die dürfen mir den Blinddarm nicht rausnehmen."
Belustigt erwiderte Ellison den Blick seines Freundes. "Wieso denn nicht?"
"Weil...", er zögerte einen Augenblick, um ein Argument zu finden. "Weil ich mir vorgenommen habe, in einem Stück zu sterben, ohne das mir irgendwelche Körperteile fehlen."
"Häuptling, das habe ich mir eigentlich auch vorgenommen. Aber Sie haben mich doch in das Krankenhaus gedrängt. Warum sollte es Ihnen anders ergehen?"
"Simon, helfen Sie mir", ‚flehte’ Sandburg mit gekonnt gespielter Angst den Captain an.
"Oh nein. Abgesehen davon, ich habe das auch schon hinter mir."
"Echt?", fragte Blair erstaunt.
"Ja. Als ich acht Jahre alt war. Und damals gab’s noch keine endoskopischen Operationen wie heute. Das hinterließ noch echte Narben, nicht wie bei Ihnen, Sandburg, wo man nachher kaum noch was sieht."
"Als Sie acht Jahre alt waren, gab es da wirklich schon richtige Krankenhäuser?", witzelte Jim herum, und erntete den berühmten "Raus aus meinem Büro" – Blick dafür von Simon.
"Seien Sie bloß ruhig, Detective."
"Ja, Sir."
"Jim?"
"Ja, Blair."
"Mich würde interessieren: Hören Sie eigentlich etwas, wenn Sie unter Narkose sind?"
"Nein, natürlich nicht. Wieso?"
"Nur so."
Irritiert beobachtete Jim, wie sein Freund und sein Captain leicht belustigte Blicke austauschten. Hier ist doch was im Busch. "Okay, Leute. Was ist los?"
"Nichts. Wir haben uns nur etwas unterhalten, als Sie operiert wurden", antwortete Simon wahrheitsgemäß. "Unter anderem über Ihren ‚Klassiker’."
"Machen Sie sich nur lustig. Blair, darf ich mal kurz daran erinnern, dass Ihr Auto so gut wie nie fährt? Es steht eigentlich nur in der Werkstatt."
"Das stimmt nicht. Letzte Woche erst bin ich damit einkaufen gefahren."
"Und danach?"
"In die Werkstatt..."
"Sehen Sie."
Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile über ihre Autos und warfen sich gegenseitig nicht ganz ernst gemeinte Beleidigungen an den Kopf, als dann endlich die OP – Schwester kam, und Blair abholte. Jim und Simon winkten ihm noch fröhlich hinterher, bis er dann um die Ecke verschunden war.
~~~~~
"Simon."
"Ja?"
"Ich glaube, er kommt wieder zu sich."
"Okay. Sind Sie fertig?"
"Ja, ich habe mich unter Kontrolle."
Langsam schlich sich Simon an Blairs Bett heran, und beugte sich über ihn. Er sah, wie Blair wieder zu sich kam. "Hi, Sandburg."
"Oh, hi Simon. Bin ich noch am Leben?"
"Ja. Ich habe eine schlechte und eine gute Nachricht. Die gute: Ihr Blinddarm ist noch drin. Die schlechte: Sie haben gerade eine Niere gespendet."
Unverzüglich schreckte Blair auf. "Was?!" Hastig tastete er seinen Bauch ab, und fand den Verband da, wo er sein sollte, nach einer Blinddarmoperation. Er blickte zu Jim herüber, und sah, wie der mit dem Lachen kämpfte. "Ja, sehr witzig. Hey, Sie beide müssen unbedingt an Ihrem Sinn für Humor arbeiten."
"Warten Sie, bis Sie das Foto sehen", mischte sich Jim ein.
"Welches Foto?"
"Das, was ich von Ihnen gemacht habe, nachdem Simon die Nachricht überbracht hatte. Sie sahen herrlich aus."
"Toll. Das macht Ihnen Spaß, nicht wahr?"
"Oh ja", antwortete Simon. Jetzt konnte auch Blair das Lachen nicht mehr zurückhalten.
"Oh Mann, hören Sie auf, mich zum Lachen zu bringen. Das tut weh."
"Das Sprechen auch?", fragte Simon hoffnungsvoll.
"Nein, den Gefallen werde ich Ihnen nicht tun, Captain."
"Sind Sie sicher, dass Ihre Mandeln nicht raus müssen?"
"Ja. Die sind in Ordnung. Sie werden mich nicht dazu bringen, länger als dreißig Minuten ruhig zu sein."
"Jetzt vielleicht noch nicht, aber irgendwann..."
"Dafür müssen Sie ihn erst umbringen, Simon."
"Okay, wenn es das ist, was ich tun muss."
"Hey, Sie haben eben die Absicht geäußert, einen Mord zu begehen. Das ist strafbar", sagte Blair.
"Ich bin der Captain, schon vergessen?"
--ENDE--
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