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The Sentinel
-- Once upon a time --
by Franziska (June 26, 2000)
Ich möchte Euch die Geschichte erzählen, von einer sehr ungewöhnlichen Freundschaft. Eine Freundschaft, wie sie nur sehr selten vorkommt. Die beiden Männer, die durch dieses Band der Freundschaft verbunden sind, könnten unterschiedlicher nicht sein, aber trotzdem könnten sie nicht ohne den anderen leben. Aber ich fange am besten am Anfang an, zu erzählen.
Es war einmal vor langer, langer Zeit, da existierte ein Königreich namens Cascade. Wie jedes Königreich hatte auch dieses einen König, er hieß Edward, der Tapfere. Seine Familie herrschte schon seit Jahrhunderten über Cascade, und sie waren ganz gut darin.
Natürlich hatte der König auch seine persönliche Leibgarde, denn Cascade konnte ein gefährliches Land sein, und nicht wenig Leute hatten es auf den König abgesehen. Der Anführer der Leibgarde war Simon, der Lange. Wenn man ihm gegenüberstand, erkannte man sofort, wieso er diesen Beinamen trug. Simon war ein gerechter Anführer, trotzdem konnte er ziemlich wütend werden, wenn jemand seine Weisungen nicht befolgte.
In dieser Leibwache diente auch ein Soldat namens James, der Beschützer. Er besaß eine ganz besondere Fähigkeit, die ihn zum Wächter des ganzen Königreiches machte. Diese spezielle Fähigkeit hatte er schon als Kind, jedoch wurde sie von seinem Vater unterdrückt, weil dieser die Einzigartigkeit seines Sohnes nicht erkannte. Nachdem James (oder Jim, wie er von den meisten genannt wurde) 18 Monate lang in einem fremden Land isoliert von der Zivilisation gelebt hatte, kam seine Fähigkeit wieder zum Vorschein. Zurück in Cascade war er nicht in der Lage, sie zu kontrollieren.
Er war kurz davor, seinen Dienst in der Leibgarde des Königs zu quittieren, als Blair, der Weise auftauchte. Blair war ein Gelehrter, der genau wusste, was mit Jim los war. Jim war nämlich ein sogenannter "Sentinel".
Das sind Menschen, bei denen aufgrund eines genetischen Vorteils die fünf Sinne stärker ausgebildet sind, als bei anderen Menschen. Er kann besser sehen, hören, schmecken, fühlen und riechen als "normale" Menschen. Jeder Sentinel hatte einen "Guide", welcher ihm lehrte, die Sinne zu kontrollieren. Der Guide war auch dafür verantwortlich, dass der Sentinel nicht zu sehr auf einen Sinn fokussierte. Denn dann konnte dieser einen sogenannten "Realitätsverlust" erleiden. Er würde sich nur noch auf diesen einen Sinn konzentrieren, und alles um sich herum vergessen.
Aufgrund der Tatsache, dass er genug Wissen dafür hatte, wurde Blair schließlich Jims Guide. Dies erforderte natürlich, dass er immer und überall bei seinem Sentinel blieb. Auch, wenn dieser Aufträge als Soldat erfüllen musste. Simon, der Lange stand dem erst skeptisch gegenüber, genehmigte aber dann den ständigen Begleiter seines besten Mannes. Er wachte auch stets über die beiden, und sorgte dafür, dass es dem anderen gut ging, wenn Jim oder Blair mal nicht füreinander da sein konnten. Zusammen waren Blair, Jim und Simon ein unschlagbares Team, welches das Königreich und seinen Herrscher schon vor vielen Gefahren beschützt hatte.
Natürlich brauchten die drei auch mal eine Pause, von der anstrengenden Arbeit in der königlichen Leibwache, und da Jim als Sentinel sehr eng mit der Natur verbunden war, bot sich das Fischen (verbunden mit Camping) geradezu an. Aber solche Campingausflüge liefen meistens darauf hinaus, dass die drei von irgendeinem Schurken angegriffen wurden, und der Urlaub abgeblasen werden musste. Das Schicksal eines Sentinels. Aber schließlich klappte es doch einmal mit dem Fischen (und dem Campen). Und wenn sie nicht gestorben sind, dann Fischen sie noch heute.
-- ENDE –
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